Ausgangssperre wegen Blackout

Welt / 01.09.2021 • 22:40 Uhr
Vielerorts bildeten sich an den Zapfsäulen lange Schlangen. Menschen standen mit Kanistern an, um an Benzin für Generatoren zu kommen. Reuters
Vielerorts bildeten sich an den Zapfsäulen lange Schlangen. Menschen standen mit Kanistern an, um an Benzin für Generatoren zu kommen. Reuters

Aus Sicherheitsgründen sollen die Menschen in New Orleans nachts zu Hause bleiben.

New orleans Wegen der massiven Stromausfälle nach Hurrikan „Ida“ im südlichen US-Bundesstaat Louisiana hat die Großstadt New Orleans vorübergehend eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Diese gelte ab sofort von 20 Uhr bis sechs Uhr, teilte Bürgermeisterin Latoya Cantrell mit. Die Polizei begründete den Schritt mit der öffentlichen Sicherheit. Wegen des Stromausfalls in New Orleans sei es derzeit nachts auf den Straßen nicht sicher, hieß es. Außerdem wolle die Polizei Plünderungen verhindern. Der Blackout trifft die Stadt ausgerechnet während der Sommerhitze, in der die meisten der rund 400.000 Einwohner auf elektrische Klimaanlagen angewiesen sind. Dem Stromversorger Entergy gelang es zwar, einige Haushalte wieder ans Stromnetz anzuschließen. Doch um ganz New Orleans wieder zu versorgen, werde es wegen der schweren Schäden noch eine Weile dauern, erklärte das Unternehmen. Als Erstes sollten Krankenhäuser, Pflegeheime und Notfalldienste wieder angeschlossen werden.

In ganz Louisiana waren am Mittwoch weiter rund eine Million Haushalte wegen der Sturmschäden ohne Strom. Dort bildeten sich vielerorts an Tankstellen lange Schlangen. Menschen standen geduldig mit Kanistern an, um an den Zapfsäulen Benzin für Generatoren zu bekommen, weil der Strom in der Region ausgefallen war. Fotos zeigten andernorts Dutzende Autos, die in langen Schlangen darauf warteten, ihre Tanks füllen zu können. In der Region waren viele Tankstellen geschlossen – entweder wegen Sturmschäden oder weil ihnen der Strom zum Pumpen des Benzins fehlte. Zudem waren immer noch viele Straßen von Trümmern blockiert, weswegen Tankstellen kaum Nachschub bekommen konnten.

Bisher wurden in Louisiana und im benachbarten Bundesstaat Mississippi vier Tote infolge des Sturms gemeldet. Angesichts der großen Schäden befürchteten die Behörden, dass die Zahl steigen könnte.