Verzweifelter Kampf gegen die Flammen

Welt / 09.08.2021 • 22:15 Uhr
Hoffnungslosigkeit macht sich breit.

Hoffnungslosigkeit macht sich breit.

Südeuropa brennt, und nun beginnt die nächste Hitzewelle. Die Lage wird immer bedrohlicher.

athen, rom, mugla, genf Die Lage wird immer bedrohlicher: Auf der griechischen Insel Euböa stehen auch am siebten Tag gewaltige Waldflächen in Flammen, die Brände breiten sich unkontrolliert aus. Im südwesttürkischen Mugla kämpfen Einsatzkräfte und freiwillige Helfer weiter gegen die Feuer. In Italien wurden an der Adria-Küste Hunderte Menschen wegen Bränden evakuiert. Die Feuerwehrleute bekommen Unterstützung aus dem benachbarten Ausland – auch aus Österreich wurden Einsatzkräfte entsandt. Besserung ist dennoch nicht in Sicht: Es droht in der gesamten Region die nächste Hitzewelle mit über 40 Grad.

Apokalyptische Szenen

Im Norden Euböas spielten sich in der Nacht zum Montag apokalyptische Szenen ab. Der Nordteil ist durch die unzähligen Großfeuer fast vollständig vom Rest der Insel abgeschnitten. Rettungskräfte, hunderte Freiwillige und Einwohner konnten die Flammen nicht in Schach halten, sondern wurden von ihnen Richtung Küste getrieben. Boote standen bereit, um Anwohner zu evakuieren – Tausende mussten die Insel verlassen. Auch auf der Halbinsel Peloponnes und auf Kreta toben weiterhin unkontrollierte Brände. In Italien wurden wegen Bränden rund um die italienische Adria-Gemeinde Campomarino mehr als 400 Menschen aus ihren Unterkünften geholt. Die Behörden evakuierten Hotels, Campingplätze und Wohnhäuser im Ortsteil Campomarino Lido am Meer. Die italienische Zivilschutzbehörde entsendet außerdem Verstärkung in die stark von Waldbränden betroffene Region Kalabrien.

In der Türkei wurden noch fünf unkontrollierte Waldbrände gezählt. In Mugla kämpfen die Einsatzkräfte weiter. Das Ausmaß der Schäden wird immer größer.

Die Feuer wüten auf Euböa weiter.

Die Feuer wüten auf Euböa weiter.

Vielerorts blieben nur noch Ruinen und Asche übrig.

Vielerorts blieben nur noch Ruinen und Asche übrig.

In einem gewaltigen Kraftakt kämpfen Anwohner auf Euböa gemeinsam mit Feuerwehrleuten gegen die Flammen. afp
In einem gewaltigen Kraftakt kämpfen Anwohner auf Euböa gemeinsam mit Feuerwehrleuten gegen die Flammen. afp