Weltklimarat warnt vor schweren Katastrophen

Welt / 06.08.2021 • 22:41 Uhr

GEnf Am Montag wird in Genf der Weltklimarat IPCC den ersten Teil seines sechsten Sachstandsbericht präsentieren. Die Inhalte sind zwar bis zur Veröffentlichung vertraulich, ersten Informationen zufolge dürfte der Bericht aber dramatisch ausfallen: Die beteiligten Wissenschafterinnen und Wissenschafter warnen angesichts aktueller Naturkatastrophen demnach vor noch schwereren, wenn der Klimawandel nicht eingedämmt wird. Die Erde hat sich im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter bereits um 1,1 Grad erwärmt. Das Pariser Abkommen soll die Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst aber 1,5 Grad Celsius beschränken. Bei einer Erwärmung um zwei Grad sah der IPCC-Berichtsentwurf schwerwiegende globale Folgen für Mensch und Natur. Es droht demnach der Zusammenbruch ganzer Ökosysteme. Wasser- und Lebensmittelknappheit und Krankheiten als Folgen der Erderwärmung werden in den kommenden Jahrzehnten immer schneller um sich greifen.

An dem Bericht waren Vertreter von fast 200 Ländern beteiligt. Die Empfehlungen der Wissenschafterinnen und Wissenschafter gelten als wegweisend für die globale Klimapolitik. In dem ersten Teil geht es um naturwissenschaftliche Grundlagen des Klimawandels – insbesondere die Entwicklung des Anteils von Treibhausgaben in der Atmosphäre und deren Wirkung sowie Szenarien für das künftige Fortschreiten der Erderwärmung. Ein Extra-Kapitel befasst sich diesmal mit der Wirkung kurzlebiger Treibhausgase.