Mit neuer Technik gegen Brände

Welt / 26.07.2021 • 22:35 Uhr
Allein in Kalifornien gab in diesem Jahr bislang schon 730 Feuer mehr als 2020. ap
Allein in Kalifornien gab in diesem Jahr bislang schon 730 Feuer mehr als 2020. ap

In Kalifornien greift die Feuerwehr zu neuen Mitteln gegen verheerende Buschfeuer.

sacramento Die Dürre als Nährboden, der Wind als Beschleuniger: Busch- und Waldbrände im Westen der USA sind in den vergangenen Jahren immer gefährlicher geworden. Die Feuerwehren möchten sich nun mit neuer Technologie und einer besseren Nutzung ihrer Ressourcen gegen die Feuergefahr stemmen.

Computertechnologie

Um die Flammen schneller und besser einzudämmen, ist vor allem eins wichtig: Sie schnell genug aufzuspüren und zu bekämpfen. Dazu setzen die Feuerwehren auf neue Computerberechnungen, die das Verhalten der Brände modellieren. Damit wird es leichter, Risiken zu kalkulieren. In ähnlicher Weise verfolgen Feuerwehrleute, wie ausgetrocknet die Pflanzen in bestimmten Gegenden sind. Vor Gewittern oder in Regionen, an denen starker Touristenbetrieb ist, könnten dann Mannschaften und Ausrüstung entsprechend in Stellung gebracht werden.

Weitere Helfer sind Kameras in abgelegenen Gebieten. Wo früher Beobachtungstürme mit menschlichen Einsatzkräften besetzt waren, sind nun hochauflösende Aufnahmegeräte im Einsatz. Dank ihrer künstlichen Intelligenz können sie Rauch auch gut von Nebelschwaden unterscheiden. Rund 800 solcher Kameras sind über Kalifornien, Nevada und Oregon verteilt. Regelmäßig greifen die Feuerwehren außerdem auf Drohnen zurück. Um sich weiter zu wappnen, kauft Kalifornien ein Dutzend neue Hubschrauber. Sie fassen mehr Wasser und können mehr Einsatzkräfte aufnehmen als die bisherigen Helikopter. Hinzu kommen noch sieben Militärtransportflugzeuge. Trotz allem sind auch Experten skeptisch: Egal, wie raffiniert die Techik sein möge, „man kann alle Technologie der Welt haben – totale Feuerkontrolle ist unmöglich“.