Ermittlungen nach Seilbahnunglück werden ausgedehnt

stresa Die Untersuchung rund um das Seilbahnunglück am Lago Maggiore am 23. Mai mit 14 Toten zieht weitere Kreise. Die Staatsanwaltschaft der Stadt Verbania hat Ermittlungen gegen weitere neun Personen aufgenommen. Damit wächst die Zahl der Verdächtigten wegen des Unglücks auf der Seilbahn Stresa-Mottarone auf insgesamt zwölf, berichteten italienische Medien.
Ermittelt wird auch gegen die Seilbahngesellschaft „Ferrovie del Mottarone“ sowie gegen die Südtiroler Gruppe Leitner, die für die Wartung der Seilbahnanlage zuständig war. Seitens des Unternehmens hieß es am Freitag, es seien bereits „umfangreiche Dokumentationen zur Verfügung gestellt“ worden. Diese würden belegen, „dass alle Wartungsarbeiten und Kontrollen gesetzes- und vertragskonform durchgeführt wurden“.
Das tödliche Seilbahnunglück am Lago Maggiore ist offenbar durch die absichtliche Abschaltung eines Sicherheitssystems ausgelöst worden. Beim Unglück kamen 14 Personen, darunter zwei Kinder, ums Leben. Ein fünfjähriger Bub ist der einzige Überlebende.