China dementiert Leck im ­Atomkraftwerk Taishan

Welt / 16.06.2021 • 22:42 Uhr
Ein Vorfall im Kraftwerk Taishan hatte Sicherheitsbedenken ausgelöst. AP
Ein Vorfall im Kraftwerk Taishan hatte Sicherheitsbedenken ausgelöst. AP

Peking China hat einen US-Medienbericht über ein mögliches Leck am Atomkraftwerk Taishan zurückgewiesen. Auch die Strahlenwerte seien nicht oberhalb der Grenzwerte, teilte das Umweltministerium in Peking mit. Zwar habe es eine erhöhte radioaktive Strahlung gegeben. Diese sei aber zurückzuführen auf die Beschädigung einer kleinen Anzahl von Brennstäben, was wiederum nicht ungewöhnlich sei.

Der US-Sender CNN hatte berichtet, in der von dem französischen Energiekonzern EDF und der chinesischen CGN betriebenen Anlage sei Edelgas freigesetzt worden sein. Die EDF-Tochter Framatome habe vor einer „unmittelbaren radiologischen Bedrohung“ gewarnt. Laut CNN hat sich die US-Regierung bereits mit dem Fall beschäftigt. Sie sei aber zu dem Schluss gekommen, dass die Anlage noch keine Krisenstufe erreicht habe.

Höchst alarmiert zeigt sich Martin Litschauer, Anti-Atomenergie- Sprecher der Grünen: „Wenn das Leck am chinesischen AKW-Taishan groß genug ist, dass sich Frankreich besorgt an die USA wendet, sind Beschwichtigungen vonseiten Chinas unangebracht“, erklärte Litschauer in einer Aussendung.