Bestnoten für Badegewässer

Welt / 01.06.2021 • 22:28 Uhr
Östereichs Badeseen wurden mit Top-Noten bewertet. Christina aus Bregenz, die gerne im Bodensee planscht, freut sich. VN/Steurer
Östereichs Badeseen wurden mit Top-Noten bewertet. Christina aus Bregenz, die gerne im Bodensee planscht, freut sich. VN/Steurer

Österreich mit zweitbester Qualität in der EU. Spitzenreiter ist Zypern.

Brüssel Österreichische Badegewässer haben laut einem am Dienstag von der EU-Umweltagentur und der EU-Kommission veröffentlichten Bericht die EU-weit zweitbeste Qualität. 2020 wiesen 97,7 Prozent der heimischen Gewässer eine „exzellente“ Qualität auf, 1,9 Prozent wurden als „gut“ beurteilt, 0,4 Prozent waren nicht klassifiziert. Damit kommt Österreich auf einen fast genauso hohen Qualitätsstandard wie 2019, damals waren 98,5 Prozent exzellent.

Bereits im Vorjahr lag Österreich im EU-Ranking an zweiter Stelle. In fünf EU-Ländern sind mehr als 95 Prozent der Badegewässer von exzellenter Qualität: Spitzenreiter ist Zypern, wo laut dem Bericht 100 Prozent mit höchster Stufe bewertet werden. Dahinter liegen Österreich, Griechenland (97,1 Prozent mit exzellent bewertet), Malta (96,6 Prozent) und Kroatien (95,1 Prozent). Am unteren Ende des Rankings befinden sich das – noch immer von der EU bewertete – Großbritannien, wo nur 17,2 Prozent der Gewässer die höchste Qualität erreichten, Polen (22,1 Prozent) und die Slowakei (56,3 Prozent).

22.276  Gewässer untersucht

Untersucht wurden insgesamt 22.276 Badegewässer – Küsten, Seen und Flüsse, darunter auch in den Nicht-EU-Staaten Albanien und Schweiz. Dabei sei die Qualität der Küstengewässer generell besser als an Badeorten im Inland, heißt es in dem Bericht. 2020 waren 85,4 Prozent der Küstengewässer von exzellenter Qualität, aber nur 77,5 Prozent der Badeseen und -Flüsse. Der Anteil der als „schlecht“ bewerteten Gewässer ging gegenüber 2013 von zwei Prozent auf 1,3 Prozent EU-weit zurück. Wegen Corona und damit verbundener Restriktionen stieg 2020 der Anteil von nicht klassifizierten Gewässern. Sechs Prozent fielen im Vorjahr in diese Kategorie, gegenüber 3,7 Prozent im Jahr 2019.