Seilbahnunglück – Eigentümer bestreitet Vorwürfe

Welt / 31.05.2021 • 22:38 Uhr
Die Ermittlungen zum tragischen Seilbahnunglück gehen weiter. afp
Die Ermittlungen zum tragischen Seilbahnunglück gehen weiter. afp

rom, stresa Der mittlerweile aus der Untersuchungshaft auf freien Fuß gesetzte Eigentümer der Seilbahn „Ferrovie del Mottarone“ bestreitet jede Verantwortung für den Kabinenabsturz mit 14 Todesopfern am 23. Mai. „Ich habe nie bei der Sicherheit der Anlage gespart. Ich zahle jährlich 127.000 Euro für die Instandhaltung“, sagte er der Untersuchungsrichterin.

Einer der ebenfalls freigelassenen Mitarbeiter der Betreiberfirma beteuerte, nichts von den Klammern an der Kabine gewusst zu haben. Mit diesen wurde ersten Erkenntnissen zufolge das Notbremssystem der Gondel außer Kraft gesetzt, weil es zuvor Störungen im laufenden Betrieb gegeben hatte. „Wenn ich davon gewusst hätte, hätte ich diese Entscheidung nicht unterstützt“, sagte der technische Leiter der Betreiberfirma, Enrico Perocchio. Alle Wartungen an der Seilbahn seien gemacht worden und in Ordnung gewesen. Die Justiz will in weiteren Untersuchungen klären, warum das Zugseil riss und wer noch von den Klammern wusste.