Drohender Vulkanausbruch: Lage in Goma spitzt sich zu

Welt / 28.05.2021 • 21:49 Uhr
Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht vor Vulkan Nyiragongo.AFP
Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht vor Vulkan Nyiragongo.AFP

Goma In der teilweise evakuierten Millionenstadt Goma in der Demokratischen Republik Kongo herrscht nach dem Ausbruch des Vulkans Nyiragongo angespannte Ruhe. Zehntausende Menschen, die nach einem behördlichen Räumungsbefehl aus Sorge vor einer erneuten Eruption geflohen waren, mussten teils unter freiem Himmel übernachten. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) schätzt die Zahl der Geflohenen auf rund 400.000 Menschen, darunter fast 280.000 Kinder.

Sollte der Vulkan erneut ausbrechen, droht eine Mega-Katastrophe mit verheerenden Auswirkungen. Selbst wenn sie vermieden wird: die Frage, wie es nach der Flucht weitergehen soll, beschert den Mitarbeitern der Hilfsorganisationen schon jetzt ernste Sorgenfalten. Knapp tausend Häuser wurden zerstört, die Stromversorgung ist unterbrochen, und einer halben Million Menschen fehlt nach Rotkreuzangaben das Trinkwasser. Die Gefahr eines Cholera-Ausbruchs ist unter diesen Umständen groß.