U-Bahn-Brücke eingestürzt

Waggons stürzten in die Tiefe – mindestens 24 Menschen in Mexiko ums Leben gekommen.
mexiko-stadt Mexiko-Stadt ist von einem schweren Unglück erschüttert worden: Beim Einsturz einer U-Bahn-Brücke starben am Montagabend mehr als 20 Menschen, Dutzende weitere wurden verletzt. Unter den mindestens 24 Todesopfern seien auch Kinder, sagte Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum am Unglücksort. Etwa 77 Verletzte seien ins Krankenhaus gebracht worden. Dutzende Rettungskräfte waren im Einsatz, ihre Arbeit wurde allerdings durch das instabile Zugwrack erschwert.
Das Unglück ereignete sich im Süden der mexikanischen Hauptstadt in der Nähe der Station Olivos. Von mexikanischen Medien veröffentlichte Bilder von Überwachungskameras zeigten, dass die Brücke einstürzte, als gerade eine Bahn darüberfuhr. Der U-Bahn-Zug wurde in zwei Teile zerrissen und hing anschließend V-förmig über der Straße.
„Die Stille war schrecklich!
Ein Augenzeuge schilderte dem Fernsehsender Televisa den Brückeneinsturz. Nachdem sich die dadurch ausgelöste Staubwolke gelegt habe, habe er sehen wollen, ob er helfen könne. „Die Stille war schrecklich“, sagte der Mann. „Zwei Menschen kletterten aus den Trümmern. Die anderen sind immer noch verschüttet.“
Dutzende Feuerwehrleute und Rettungshelfer sowie Suchhunde waren am Unglücksort im Einsatz. Sie versuchten, Menschen aus Schutt, Kabeln und verbogenem Stahl zu befreien. Die vielen Verletzten wurden in verschiedene Krankenhäuser der mexikanischen Hauptstadt gebracht. Unter dem abgestürzten Zugteil war ein Auto begraben, aus dem sich ein Mensch befreien konnte.
Am Unglücksort versammelten sich besorgte Menschen, die Angehörige in dem Zugwrack vermuteten. Polizisten versuchten, die Angehörigen sowie Medienvertreter auf Abstand zu halten.
Die 1969 in Betrieb gegangene U-Bahn in Mexiko-Stadt hat zwölf Linien und befördert täglich rund 4,5 Millionen Menschen. Die Linie 12, auf der sich das Unglück ereignete, war erst am 30. Oktober 2012 vom damaligen Bürgermeister und heutigen mexikanischen Außenminister Marcelo Ebrard eingeweiht worden. Anrainer Ricardo de la Torre sagte, er sei schon vor dem Unglück über den Zustand der Brücke besorgt gewesen. Die umliegenden Gebäude hätten immer gewackelt, wenn U-Bahnen über die Brücke gefahren seien.
