Sport statt Hausaufgaben

Chinas Regierung sorgt sich um die körperliche Fitness von Schülerinnen und Schülern.
peking Chinesische Schüler sollen sich künftig mehr bewegen und weniger Zeit mit Hausaufgaben verbringen. Das ordnete das chinesische Bildungsministerium an.
Demnach soll künftig dafür gesorgt werden, dass Schüler innerhalb und außerhalb der Schule jeweils pro Tag für mindestens eine Stunde körperlich aktiv seien können.
Gesundheitswissen vermitteln
Der Sportunterricht sollte sich darauf konzentrieren, den Schülern „Gesundheitswissen, grundlegende Übungen und spezielle Fähigkeiten zu vermitteln“. Zudem soll in China die Gründung von Jugend-Sportvereinen gefördert werden, die unter anderem Fußball, Basketball und Volleyball anbieten sollen.Erst kürzlich hatte das Ministerium angeordnet, dass Schulkinder nicht mehr wie bisher oft üblich mit einer großen Menge Hausaufgaben überlastet werden.
Volksschulen sollen laut Anordnung des Ministeriums sicherstellen, dass Schüler der ersten und zweiten Klasse überhaupt keine schriftlichen Hausaufgaben mehr machen müssen und Schüler der höheren Klassen ihre Hausaufgaben innerhalb von einer Stunde erledigen können.
Fitness verbessern
Auch in China sind Fehlernährung und Bewegungsmangel ein folgenschweres Problem. Der Anteil der Fettleibigen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahre war jahrzehntelang am Steigen. Nun sollen verschiedene Gegenmaßnahmen Abhilfe schaffen. Das ambitionierte Ziel der Regierung ist es, sicherzustellen, dass die Rate der Adipösen um 70 Prozent sinkt. Wie die staatliche Zeitung „China Daily“ berichtet, habe sich die Fitness chinesischer Schülerinnen und Schüler in den vergangenen fünf Jahren schon leicht verbessert.