Klimastreik in über 50 Ländern

Aktivisten gingen dieses Jahr weltweit erstmals wieder auf die Straße.
Wien, Kopenhagen Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat zum ersten globalen Klima-
großprotest des Jahres aufgerufen. Unter dem Motto #NoMoreEmpty-
Promises – keine leeren Versprechungen mehr – wollten die Organisatoren in mehr als 50 Ländern gegen die Förderung fossiler Brennstoffe und eine aus ihrer Sicht verfehlte und mangelhafte Klimapolitik protestieren. Auch in Österreich gingen den Veranstaltern zufolge einige Tausend vorwiegend junge Leute unter Einhaltung der Coronamaßnahmen auf die Straße. In Wien bildeten die Teilnehmer unter anderen eine drei Kilometer lange Menschenkette auf der Wiener Ringstraße, was zu erheblichen Verkehrsproblemen geführt hat.
Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg teilte bereits in den Morgenstunden Bilder und Eindrücke von Protestaktionen in aller Welt. Darunter waren vor allem diejenigen von Aktivisten in Staaten, die die Folgen der Klima-
krise bereits heute stark spüren, etwa asiatische Länder wie Bangladesch, Sri Lanka und die Philippinen oder das afrikanische Kenia.
Forscher unterstützen Proteste
In Thunbergs Heimatstadt Stockholm legten Demonstranten auf dem zentralen Platz Sergels torg Protestschilder aus, auf denen unter anderem „Science not Silence“ (Wissenschaft statt Schweigen) und „Time is running out“ (Die Zeit läuft ab) zu lesen war. Auch Thunberg war zu einem Zeitpunkt dabei. „Wir streiken in Schichten, um große Menschenmengen zu vermeiden und unsere Zahlen so niedrig wie möglich zu halten“, schrieb die 18-Jährige auf Twitter.
Einem Tweet von Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven zufolge unterstützten auch wieder Forscher in der Arktis und Antarktis die Proteste.