Pandemie hat langfristig keine Auswirkungen auf Klimawandel

Welt / 05.03.2021 • 22:51 Uhr

New York Die bisherigen weltweiten Einschränkungen durch die Coronapandemie werden einer Studie zufolge wohl keine langfristigen Auswirkungen auf den Klimawandel haben. Zwar hätten die Beschränkungen zeitweise zu einer deutlichen Reduktion von Treibhausgas-Emissionen geführt, schreiben die Wissenschaftler um John Fyfe vom Canadian Centre for Climate Modelling and Analysis in Victoria im Fachjournal „Science Advances“. Mit verschiedenen Modellen errechneten die Forscher aber, dass die langfristigen Auswirkungen dieser Reduktion auf den Klimawandel wohl „gering“, wenn nicht sogar „nicht nachweisbar“ ausfallen werden.

„Unsere Ergebnisse verdeutlichen, dass sogar größere Absenkungen von Emissionen nur einen kleinen und wahrscheinlich nicht nachweisbaren Effekt auf das Klima haben, wenn sie nur für eine kurze Zeit bestehen“, schreiben die Wissenschaftler. „Die globale Erwärmung zu reduzieren und letztendlich die globalen Durchschnitts­temperaturen zu stabilisieren, würde voraussetzen, dass kontinuierlich Jahr für Jahr die Netto-Emissionen auf null gesenkt werden.“

Deswegen komme es nun darauf an, was für Maßnahmen die Länder der Welt zur Ankurbelung der Wirtschaft als Reaktion auf die Coronakrise ergriffen. Diese könnten entweder negative oder positive langfristige Auswirkungen auf die Emissionen haben und so den Verlauf des Klimawandels entscheidend beeinflussen.