Größter Kokainfund Europas

Welt / 24.02.2021 • 22:37 Uhr
Das Kokain war in fünf Containern aus Paraguay versteckt. AFP
Das Kokain war in fünf Containern aus Paraguay versteckt. AFP

Im Hamburger Hafen haben Zöllner mehr als 16 Tonnen des Rauschgifts entdeckt.

Hamburg Der Zoll hat im Hamburger Hafen die größte Menge an Kokain gefunden, die jemals in Europa beschlagnahmt wurde. Insgesamt seien in fünf Containern aus Paraguay mehr als 16 Tonnen Kokain entdeckt worden. Das Rauschgift sei am 12. Februar unter Blechdosen mit Spachtelmasse gefunden worden, teilte das Zollfahndungsamt am Mittwoch mit. Weltweit gehöre diese Menge auch zu den größten Einzelsicherstellungen. Im Rahmen der Ermittlungen hätten die Behörden im belgischen Hafen Antwerpen zudem mehr als 7,2 Tonnen sichergestellt. Die enorme Menge an Kokain hätte nach Angaben des Zollfahndungsamts im Straßenverkauf mehrere Milliarden Euro eingebracht. Am Mittwoch sei in den Niederlanden ein Mann aus Vlaardingen bei Rotterdam festgenommen worden. Der 28-Jährige sei verdächtig, für die Einfuhr der insgesamt über 23 Tonnen Kokain verantwortlich zu sein.

Wie der NDR berichtet, war es offenbar ein Tipp aus den Niederlanden, der die Beamten auf die Spur der Drogen brachte. Den Angaben zufolge soll es bei einer Importfirma aus Rotterdam in der Vergangenheit zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Die Zöllner hätten die Container deshalb nach einer Risikoanalyse zur genaueren Untersuchung in die Containerprüfanlage im Hamburger Hafen gebracht. Hinter Dosen mit echter Ware seien die Beamten auf Blechkanister gestoßen, die das Kokain enthielten. 

„Mit diesem Schlag gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität – auch dank der vorbildlichen Zusammenarbeit mit den europäischen Partnerbehörden – hat der deutsche Zoll seine Schlagkraft erneut eindrucksvoll bewiesen“, erklärte der für den Zoll zuständige Staatssekretär im deutschen Finanzministerium, Rolf Bösinger. Die weiteren Ermittlungen würden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg und in enger Abstimmung mit den niederländischen Kollegen durch das Zollfahndungsamt Hamburg geführt.