Schnee legt New York lahm

Welt / 01.02.2021 • 22:19 Uhr
Räumdienste und Techniker waren gestern im Dauereinsatz, um einen Notbetrieb aufrechtzuerhalten. afp
Räumdienste und Techniker waren gestern im Dauereinsatz, um einen Notbetrieb aufrechtzuerhalten. afp

In der US-Metropole wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. Hunderte Flüge gestrichen.

new york Ein Wintereinbruch hat die Stadt New York und Teile des Nordostens der USA lahmgelegt. Angesichts des vorhergesagten Schneefalls von bis zu knapp einem halben Meter trat am Montagmorgen (Ortszeit) der von New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio verhängte Ausnahmezustand in Kraft, der unter anderem alle Bewegungen und Autofahrten in der Stadt beschränkt. Der heftige Niederschlag und starke Winde hielten noch den ganzen Montag an. Räumdienste und Techniker waren im Dauereinsatz, um einen Notbetrieb aufrechtzuerhalten und es nicht zum Zusammenbruch des fragilen Stromnetzes kommen zu lassen. Die Corona-Impfungen wurden zunächst gestoppt, auch Schulen wurden geschlossen und das wegen der Pandemie beliebte Essen auf beheizten Terrassen vor Restaurants ist verboten.

Auf Schnee vorbereitet

Schon im Vorfeld hatte der US-Wetterdienst für den Wochenbeginn vor einem schweren Schneesturm für den Nordosten der USA gewarnt. Betroffen sei ein Gebiet von Virginia bis Maine, in New York und vor allem in der Küstennähe müsse mit „Blizzard-ähnlichen Zuständen“ sowie mit bis zu 60 Zentimetern Schnee gerechnet werden, hieß es. Im Bundesstaat New Jersey sowie in Philadelphia, der größten Stadt von Pennsylvania, gilt ebenfalls der Notstand. Heute, Dienstag, sollte der Sturm dann Maine erreichen.

In Washington waren bereits am Wochenende mehrere Zentimeter Neuschnee gefallen. Die Einwohner der Bundeshauptstadt freuten sich, bauten Schneemänner und rodelten. Ganz ohne Schlitten kamen hingegen die Riesenpandas im Washingtoner Zoo aus: Sie rutschten einfach auf dem Rücken oder kugelten die ungewohnte Bahn hinunter.