Mehrheit der Menschen sieht die Welt vor einem Klimanotstand

Welt / 27.01.2021 • 22:23 Uhr

Paris Eine breite Mehrheit der Menschen sieht sich laut einer internationalen Umfrage durch den Klimawandel bedroht. Fast zwei Drittel der weltweit 1,2 Millionen Befragten in 50 Nationen sagten, die Welt stehe vor einem Klimanotstand, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) und der britischen Universität Oxford hervorgeht. Sie fürchten zunehmende Hitzewellen, Dürren, sintflutartigen Regenfälle und Stürme. Bei dieser bisher größten Umfrage der Vereinten Nationen wurden Menschen verschiedener Altersklassen wurden befragt, in denen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt. “Die Besorgnis über den Klimanotstand ist viel weiter verbreitet, als uns bisher bekannt war”, sagte der Soziologe der Universität Oxford, Stephen Fisher.

Der Studie zufolge zeigten sich besonders Menschen in Italien, Großbritannien und Japan besorgt über Auswirkungen des Klimawandels. 80 Prozent der Befragten dort äußerten Besorgnis angesichts von heftigeren Hitzewellen, Dürren, sintflutartigen Regenfällen und Stürmen. Frankreich, Deutschland, Südafrika und Kanada lagen dicht dahinter. Dort bezeichneten mehr als drei Viertel der Befragten die Bedrohung als “globalen Notfall”. Am wenigsten Zustimmung fand diese Ansicht bei Bürgern aus ärmeren Ländern (58 Prozent) sowie bei Menschen über 60 Jahren (etwas weniger als 60 Prozent).