Glyphosat-Rückstände auch in der Ostsee nachgewiesen

rostock Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat lässt sich dank einer neuen Messmethode nun auch im Meer nachweisen. Das Verfahren ermögliche es, sowohl das umstrittene Herbizid selbst als auch dessen Abbauprodukt in Salzwasserproben aufzuspüren, heißt es beim Leibnitz Institut für Ostseeforschung Warnemünde, an dem das Verfahren entwickelt wurde. Damit sei es künftig möglich, die Belastung der Meeresumwelt mit den Substanzen zu überwachen.
Gefährlichkeit von Glyphosat
Glyphosat zählt zu den weltweit am häufigsten eingesetzten Unkrautvernichtern. Das umstrittene Mittel gelangt vom Land in Bäche, Flüsse und Seen. Mit den Flüssen könnten Glyphosat und dessen Abbauprodukt AMPA auch ins Meer gelangen. Wie gefährlich Glyphosat ist, konnte die Wissenschaft bisher nicht abschließend klären. Die Internationale Agentur für Krebsforschung stuft das Pflanzenschutzmittel als “wahrscheinlich krebserregend” ein.