Neue Liste der bedrohten Arten: Wisent weniger gefährdet

Welt / 10.12.2020 • 22:39 Uhr
Die größten Wisent-Populationen befinden sich in Polen, Belarus und Russland. dpa
Die größten Wisent-Populationen befinden sich in Polen, Belarus und Russland. dpa

Gland Rigorose Schutzmaßnahmen bringen zum Jahresende gute Nachrichten für den Wisent, eine europäische Rinderart: Das Tier, auch europäischer Bison genannt, ist weniger stark gefährdet als bisher, berichtete die Weltnaturschutz­union (IUCN) am Donnerstag in Gland bei Genf. Sie verwaltet die Rote Liste der gefährdeten Arten und aktualisiert sie laufend. Der Wisent ist von Kategorie drei („gefährdet“) auf Kategorie zwei („potenziell gefährdet“) heruntergestuft worden. Die Zahl der Wisente sei von 1800 im Jahr 2003 auf 6200 im vergangenen Jahr gestiegen, berichtete die IUCN. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Art in der Wildnis schon einmal ausgestorben, überlebte aber in Zuchten und wurde in den 50er-Jahren wieder ausgewildert.

In Mittelamerika seien nun drei Froscharten ausgestorben, berichtet die IUCN. In einem der größten Seen der Philippinen, dem Lanao-See, seien 15 der 17 dort einst heimischen Süßwasserfische ausgestorben.