Immer mehr nichtheimische Tierarten in Europa

berlin Nach der Statistik des Deutschen Jagdverbands (DJV) breiten sich Tierarten immer weiter aus, die in Europa eigentlich nicht heimisch sind. Während Jäger die Eindringlinge gern vermehrt abschießen würden, lehnen Naturschützer das bisher ab. Ihr Argument: Die zumeist nachtaktiven und scheuen Migranten seien gut integriert, schädigten das Ökosystem augenscheinlich nicht.
So etwa der Marderhund. Er stammt aus Ostasien, hat es inzwischen aber bis an die Nordsee geschafft. An der Einwanderung ist der Mensch nicht unschuldig: Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sind zahlreiche Marderhunde aus Pelzfarmen entkommen und nach Westen gewandert. Auch Waschbären haben sich in unseren Breiten angesiedelt. Ursprünglich sind die Kleinbären in Nordamerika zu Hause. Von dort stammt auch der Mink, er gilt als verwildertes Haustier. Der kleine Raubsäuger ist an Gewässer gebunden. Den größten Anstieg der Mink-Sichtungen seit 2006 gibts in Brandenburg.