“Es ging direkt durch die Decke” – wie ein junges Duo sein Designfestival nach Bregenz bringt

Vorarlberg / 17.04.2026 • 13:50 Uhr
"Es ging direkt durch die Decke" – wie ein junges Duo sein Designfestival nach Bregenz bringt
Tahia und Riaz Dan Müller haben das Designfestival vor sechs Jahren in Karlsruhe gegründet. Jetzt machen sie erstmals in Bregenz Station. Alexandra Serra

Riaz Dan Müller und seine Schwester Tahia bringenüber 90 Labels und ein erprobtes Erfolgskonzept an den Bodensee.

Bregenz In der Bregenzer Werkstattbühne herrscht am Freitagvormittag reges Treiben, die ersten Aussteller sind bereits auf dem Weg. “Sie kommen nicht nur aus Österreich, einige reisen sogar aus Berlin an”, sagt Riaz Dan Müller. Gemeinsam mit seiner Schwester Tahia hat der 31-jährige Karlsruher das Designfestival vor sechs Jahren ins Leben gerufen. Nach zahlreichen erfolgreichen Ausgaben findet es an diesem Wochenende (18. und 19. April) nun erstmals in Bregenz statt.

"Es ging direkt durch die Decke" – wie ein junges Duo sein Designfestival nach Bregenz bringt
Riaz Dan Müller ist selbst Modedesigner. 2012 gründete er sein eigenes Label.

Riaz Dan Müller galt lange Zeit als jüngster Modedesigner Deutschlands. Bereits mit 15 Jahren machte er in der Branche auf sich aufmerksam, wenig später gründete er sein eigenes Label. “Ich war als Designer europaweit auf Messen unterwegs. Irgendwann ist die Idee geboren, selbst ein Festival auf die Beine zu stellen”, erzählt der 31-Jährige. “Es ging direkt durch die Decke und hat sich verselbständigt”, freut sich Dian. Nach Karlsruhe etablierte das Geschwisterduo weitere Standorte in Heidelberg und Mainz. Nun macht das Festival erstmals in Bregenz Station.

"Es ging direkt durch die Decke" – wie ein junges Duo sein Designfestival nach Bregenz bringt
Beim Designfestival kann das Publikum mit den Designern ins Gespräch kommen. Riaz Dan Müller stellt auch seine eigene Kollektion aus.

Mehr als 90 Aussteller präsentieren ihre Ideen und Produkte, darunter über 40 Newcomer-Labels. Gezeigt wird Design in vielfältiger Form, von Mode und Schmuck über Accessoires bis hin zu Interior und Lifestyle. “Viele der Labels sind persönlich vor Ort und geben Einblicke in ihre Arbeit, ihre Materialien und ihre Philosophie”, erzählt Tahia Müller. Im Mittelpunkt steht dabei die Idee, jungen und unabhängigen Designern eine Plattform zu bieten. Klassische Einzelhändler spielen bewusst keine Rolle. “Uns ist wichtig, Menschen mit guten Ideen, die bisher wenig Sichtbarkeit hatten, mit dem Publikum zusammenzubringen”, unterstreicht die 26-Jährige. Zudem gehe es darum, das Bewusstsein für bewusstes Einkaufen zu stärken.

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Die VN im Gespräch mit den Gründern des Festivals.

Das Designfestival versteht sich nicht nur als Verkaufsplattform, sondern als Ort der Begegnung. “Ich glaube, dass Shopping auch ein Erlebnis sein soll. Genau das wollen wir bieten, unser Designfestival hat Eventcharakter”, sagen die Geschwister. Besucher können durch die Stände schlendern, neue Marken entdecken und direkt mit den Designern ins Gespräch kommen. Begleitet wird das Festival von einem vielseitigen kulinarischen Angebot. Dass das Konzept ankommt, zeigen die bisherigen Ausgaben des Festivals. “In der Regel kommen an einem Wochenende zwischen 3500 und 4500 Besucher. Wir hoffen, dass es in Bregenz genauso erfolgreich wird.”

Designfestival in Bregenz: 18. und 19. April, 11 bis 18 Uhr; Festspielhaus Bregenz, Werkstattbühne. www.designfestival.at

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