Das sind die neuen Pächterinnen im Rappenlochstadl: “Wir erfüllen uns damit einen Traum”

Friederike Buljat und Manuela Kriss führen ab sofort die Geschicke in der beliebten Jausenstation am Eingang zur Rappenlochschlucht.
Dornbirn Am Eingang zur Rappenlochschlucht hüpft ein Eichhörnchen den Weg entlang. Im Hintergrund ist das laute Plätschern des Wasserfalls zu hören. “Es ist hier einfach traumhaft”, schwärmt Friederike Buljat. Gemeinsam mit Manuela Kriss führt sie seit wenigen Tagen die Geschicke im Rappenlochstadl. Zuvor wurde die urige Jausenstation elf Jahre lang von Claudia Lehner und Barbara Herzig geführt.

Seit 35 Jahren sind Friederike Buljat (61) und Manuela Kriss (56) befreundet. Kennengelernt haben sie sich bei der gemeinsamen Arbeit im damaligen Dogro (heute: AGM). In den Folgejahren sammelten sie in verschiedenen Betrieben gastronomische Erfahrung. Buljat war zuletzt als “Tante Schnuggi” mit ihrem rosafarbenen Eisfahrrad am Alten Rhein anzutreffen. “Das Geschäft lief super, war aber stark vom Wetter abhängig. Mir haben die schönen Tage gefehlt. Deshalb habe ich mich schon länger nach etwas Neuem umgesehen, aber nichts Passendes gefunden”, erzählt sie.
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Manuela Kriss führte zuletzt gemeinsam mit ihrem Mann die Bistro-Bar Consum in Göfis. Mit dessen Pensionierung sei schließlich der richtige Zeitpunkt für einen Neustart gekommen. “Da kam uns die Idee, etwas Gemeinsames zu machen.”

Als die Freundinnen erfuhren, dass für den Rappenlochstadl Nachfolger gesucht werden, zögerten sie nicht lange. “Wir haben unsere Bewerbung abgeschickt und wenige Tage später die Zusage bekommen”, freut sich Buljat. Die Aufgaben sind dabei klar verteilt: Während Manuela Kriss den Kochlöffel schwingt, kümmert sich Friederike Buljat um den Service. “Manu ist eine super Köchin und macht die besten Schnitzel”, schwärmt Buljat von ihrer Geschäftspartnerin.

Kulinarisch setzen die beiden auf eine bodenständige, aber abwechslungsreiche Karte mit regionalen Zutaten. “Wir sind eigentlich mehr ein Restaurant als eine Jausenstation”, sagt Manuela Kriss. Auf der Karte finden sich vor allem Klassiker der österreichischen Küche: von Kässpätzle bis hin zum Wiener Schnitzel oder Cordon bleu.

Der Rappenlochstadl ist seit jeher ein beliebter Treffpunkt für Einheimische, vor allem aber auch für Touristen. “Wer in die Rappenlochschlucht geht, kommt an uns vorbei. Der Standort ist also ideal”, sagt Kriss. Neben dem regulären Betrieb planen die neuen Pächterinnen auch verschiedene Themenabende, etwa Schlacht-, Wild- oder Backhendlpartien. Ihr erstes Event steht bereits fest: Am Muttertag erwartet die Gäste ein musikalisch begleiteter Tag. Außerdem kann der Stadl, das auch mit großzügigem Gastgarten punktet, für Geburtstagsfeiern oder kleinere Firmenfeiern gebucht werden.

Für die beiden steht vor allem eines im Mittelpunkt: die Gäste. “Früher gab es Gasthäuser, in denen der Wirt der Chef war. Heute sind die Gäste diejenigen, die im Vordergrund stehen. Und genau das ist unsere Devise. Die Gäste sollen sich bei uns wohlfühlen.”
Aktuelle Öffnungszeiten im Rappenlochstadl: Täglich von 11 bis 18 Uhr, Mittwoch Ruhetag (je nach Wetterlage)

