Showdown in Schetteregg: Das Rennen um den Skigebietsverkauf spitzt sich zu

Vorarlberg / 04.09.2025 • 16:00 Uhr
Showdown in Schetteregg: Das Rennen um den Skigebietsverkauf spitzt sich zu
Das Insolvenzverfahren um die Skilifte Schetteregg steuert auf einen entscheidenden Moment zu. VN/Steurer

Mehrere Interessenten im Spiel. Ziel ist ein Neustart zur Wintersaison.

Egg, Bregenz Wie geht es mit Schettifuchs & Co. weiter? Die Spannung steigt. Das Insolvenzverfahren um die Skilifte Schetteregg steuert auf einen entscheidenden Moment zu. Verbindliche Angebote können noch bis 12. September 2025 abgegeben werden. Ursprünglich war als Stichtag der 6. August festgesetzt. „Es hat sich gezeigt, dass die Interessenten sich das Unternehmen genauer anschauen wollen, damit sie eine ordentliche Basis für ihre Bewertung haben“, begründet Insolvenzverwalter Rupert Manhart die Fristverlängerung. Ziel sei weiterhin, dass das Skigebiet in der kommenden Wintersaison wieder in Betrieb geht. „Bislang läuft alles positiv“, ergänzt Manhart. Wer die Interessenten sind, sagt der Insolvenzverwalter nicht. Laut Insidern sind aber durchaus prominente Namen im Spiel.

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Das Skigebiet Schetteregg soll nach der Insolvenz der Egger Liftgesellschaft mbH & Co. KG verkauft werden (die VN berichteten). Der Insolvenzverwalter strebt einen Gesamtverkauf der Vermögenswerte an. Eine Einzelverwertung ist grundsätzlich nicht geplant. Eine Ausnahme würde Manhart beim Gasthaus “s’Amagmach“ machen. „Ich freue mich, wenn ein Interessent alles nimmt, aber wenn dieser Betriebsteil nicht in einer Hand übernommen wird, kann ich mir auch eine gesonderte Verwertung vorstellen, habe hier insoweit aber keine Angebote“, erläutert der Rechtsanwalt.

Rechtsanwalt Rupert Manhart vertritt die Reha-Einrichtung im Oberland.
Rechtsanwalt Rupert Manhart ist der Insolvenzverwalter. VN/Hämmerle

Das Vermögen der Egger Liftgesellschaft umfasst 16.000 Quadratmeter Grundstücksflächen, eine Doppelsesselbahn, mehrere Schlepplifte, eine Beschneiungsanlage, Pistengeräte und zwei Gaststätten. Eine Bewertung kam auf einen Ertragswert von 2,9 Millionen Euro.

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Das Familienskigebiet ist aus mehreren Gründen in eine wirtschaftliche Schieflage geraten: Neben schneearmen Wintern und schwierigen Wetterbedingungen konnte keine Einigung unter den rund 100 Gesellschaftern über eine notwendige Kapitalaufstockung, ein tragfähiges Zukunftskonzept oder andere Maßnahmen zum Fortbestand des Unternehmens erzielt werden. Verbindliche Angebote sind bei Manhart bislang noch keine eingelangt. „Damit habe ich aber auch nicht gerechnet“, merkt er an. Es gäbe mehrere Interessenten, die im Moment dabei seien, sich das Unternehmen genau anzuschauen, als Grundlage für das Angebot.

Skibetrieb bei milden temperaturen auf der Kippe, Skigebiet Schetteregg
Das Skigebiet Schetteregg hatte zuletzt auch mit schneearmen Wintern und schwierigen Wetterbedingungen zu kämpfen. VN/Steurer

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Aufgabe des Insolvenzverwalters ist es, das Unternehmen bestmöglich zu verwerten. Damit ein Winterbetrieb bereits in der kommenden Saison möglich ist, wurden im Sommer Revisionsarbeiten und Seilkontrollen durchgeführt. Die Stakeholder wünschen sich eine regionale Lösung. Das wäre mit den Namen, die in Schetteregg kursieren, möglich. Glaubt man den Gerüchten, sollen etwa die Damülser Seilbahnen, Sutterlüty und Doppelmayr Interesse am Kauf des Skigebiets bekundet haben. Insolvenzverwalter Manhart äußert sich dazu nicht. „Es ist alles noch nicht in trockenen Tüchern, aber es schaut gut aus“, bekräftigt er.

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