Oldtimer rollen für den guten Zweck von Bregenz nach Feldkirch: “Wir wollen dort unterstützen, wo Hilfe ankommt”

Vorarlberg / 11.08.2025 • 15:30 Uhr
Oldtimer rollen für den guten Zweck von Bregenz nach Feldkirch: "Wir wollen dort unterstützen, wo Hilfe ankommt"
Am 31. August tourt eine aufsehenerregende Wagenkolonne durch Vorarlberg: Hans-Peter Schuler und seine Frau Beate organisieren die “drive2help”-Ausfahrt für den guten Zweck. VN/MIH, BP

Auf Hochglanz polierte Boliden, röhrende Motoren und das alles für den guten Zweck: Am 31. August rollt der „drive2help“-Konvoi zum zwölften Mal durch Vorarlberg – erstmals mit Ziel in der Feldkircher Altstadt.

Feldkirch Wenn sich am Sonntag, dem 31. August, ab 9 Uhr beim Platz der Symphoniker in Bregenz klassische Boliden aufstellen, Chrom glänzt, Motoren aufheulen und die ersten neugierigen Blicke auf besondere Oldtimer und Youngtimer fallen, dann ist klar: “drive2help” geht in die nächste Runde. Zum zwölften Mal laden Hans-Peter und Beate Schuler zu ihrer ganz persönlichen Ausfahrt mit Herz – einem Benefizkonvoi, der automobile Leidenschaft und soziales Engagement verbindet.

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Nach Stationen in Bludesch, Nenzing, Bregenz und anderen Gemeinden bietet die diesjährige Route eine Premiere: “Wir freuen uns, dass erstmals die Feldkircher Altstadt das Ziel ist”, erzählt Initiator Hans-Peter Schuler. Gemeinsam mit seiner Frau Beate organisiert er die Veranstaltung seit 2013. Der Reinerlös – 25 Euro pro Auto, 15 Euro pro Motorrad – kommt wieder einer regionalen karitativen Organisation zugute: “Es ist uns wichtig, dass das Geld im Land bleibt. Wir wollen dort unterstützen, wo die Hilfe tatsächlich ankommt.”

Hans-Peter Schuler, Beate Schuler, Drive2help
Die Ursprünge der Veranstaltung liegen im Jahr 2013 – entstanden aus einer persönlichen Krankheitsgeschichte und dem Wunsch, sich für andere einzusetzen. Hans-Peter und Beate Schuler ist es wichtig, dass die Spendenerlöse Bedürftigen im Land zugutekommen. VN/MIH

Die Idee für “drive2help” wurde geboren, als das Ehepaar Schuler vor über zehn Jahren die beiden Söhne in Wien besuchte und dort zufällig auf den sogenannten Toy Run stieß – eine Motorrad-Ausfahrt zugunsten sozial benachteiligter Kinder. Zurück in Vorarlberg reifte der Entschluss, etwas Ähnliches für die Region auf die Beine zu stellen. Der frühere Geografie- und Geschichtelehrer war schon während seiner Zeit am Gymnasium Rebberggasse in Feldkirch sozial engagiert: Er organisierte etwa den “Lauf gegen Armut” federführend mit, bei dem jährlich Tausende Euro für Bedürftige gesammelt wurden. Mit dem Eintritt in die Pension verlagerte er sein Engagement vollständig auf “drive2help”.

Hans-Peter Schuler, Drive2help
Armin Peherstorfer in einem besonderen Mercedes-Benz-Oldtimer. BP
11. "drive2help" - von Sennwald zum Kloster Mehrerau
Vergangenes Jahr führte die Route von Sennwald zum Kloster Mehrerau in Bregenz. BP
Peter Hirschauer und Gerhard Ritter - 11. "drive2help" - von Sennwald zum Kloster Mehrerau
In einem Triumph fuhren Peter Hirschauer und Gerhard Ritter im Vorjahr mit. BP


Seltene historische Autoschätze

Dieses Jahr werden 150 Fahrzeuge erwartet. Teilnehmen dürfen alle Oldtimer ab 30 und Youngtimer ab 20 Jahren: “Vom seltenen Auburn über einen McLaren bis hin zum selbstgebauten Talbot-Rennwagen oder einem amerikanischen Dreirad hatten wir schon alles dabei”, erzählt er.

11. "drive2help" - von Sennwald zum Kloster Mehrerau
Für Fans alter Autotechnik gibt es auch dieses Jahr wieder einiges zu sehen. BP
Johannes, Tanja, Colin und Finn Biedermann waren auch dabei - © hpschuler/Andreas Ender
Johannes, Tanja, Colin und Finn Biedermann waren vergangenes Jahr in ihrem VW-Kübelwagen dabei.BP

Auch abseits der Strecke gibt es jedes Jahr vieles, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewegt: Kennenlernen mit Gleichgesinnten, Benzingespräche und gemeinsam eine gute Zeit zu haben. “Es sind nicht nur die Autos, die zählen, sondern auch die Begegnungen und die Begeisterung”, bringt es Beate Schuler auf den Punkt. Wer sich kurzfristig entscheidet, ist ebenso willkommen – anmelden kann man sich auch direkt vor Ort.

Was zählt, ist die Gemeinschaft

Der Gemeinschaftsgedanke ist für die Schulers, die selbst mit ihrem roten BMW Z 3, Baujahr 1996, an den Start gehen, zentral: “Menschen mit ähnlichen Interessen zusammenzubringen und dabei Gutes zu tun, ist das, was uns antreibt.”

Hans-Peter Schuler, Drive2help
Beate und Hans-Peter Schuler fahren selbst mit ihrem Youngtimer, einem roten BMW Z3, mit. BP

Auch heuer soll das wieder gelingen. Und mit etwas Glück bleibt’s am 31. August trocken, denn ein gutes Verhältnis zu Petrus hätten die Schulers inzwischen aufgebaut: “Wir hatten in all den Jahren wirklich fast immer schönes Wetter. Das wäre auch diesmal wieder sehr hilfreich.”

Drive2Help – So machen Sie mit

Wann: 31. August 2025, 9 Uhr
Treffpunkt: Platz der Symphoniker, Bregenz
Route: Durch das Vorarlberger Rheintal

Ziel: Altstadt Feldkirch; wichtig: Essen am Ziel nur gegen Voranmeldung
Benefizgebühr: 25 Euro pro Auto, 15 Euro pro Motorrad

Anmeldung gültig nach Überweisung der Benefizgebühr + E-Mail an: HPS@vol.at

IBAN: AT39 2060 4000 0012 3000
BIC/SWIFT: SPFKAT2BXXX
Kontoname: Drive2Help