„Es ist das erste Mal seit 35 Jahren, dass wir keine Wanderklasse haben“

Große Eröffnungsfeier am BRG/BORG Schoren. Die Erweiterung hat knapp neun Millionen Euro gekostet.
Dornbirn Vor dem Gebäude laufen noch die letzten Arbeiten. Erde wird verteilt, Rasen gesät. Bis Donnerstag soll alles fertig sein. Da ist die große Eröffnungsfeier geplant, zu der sich auch Bildungsminister Christoph Wiederkehr angekündigt hat.

Seit Sommer 2023 wurden das BRG und BORG Dornbirn-Schoren bei laufendem Betrieb aufgestockt, erweitert und saniert. „Wir haben in der Oberstufe inzwischen durchgehend fünf Klassen pro Schulstufe und in der Unterstufe teilweise ebenfalls fünf Klassen. Daher haben wir die Erweiterung unbedingt gebraucht. Wir hatten viel zu wenig Platz“, erläutert Direktor Reinhard Sepp (61).

Den Schülern stehen jetzt knapp 1600 Quadratmeter mehr zur Verfügung. Außerdem wurden die PV-Anlagen auf mehreren Gebäudeteilen erneuert und die undichte Fassade saniert. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), der das Gymnasium gehört, hat gemeinsam mit dem Ministerium knapp neun Millionen Euro in das Projekt investiert. „Mit dem Anbau ist man erst vor Kurzem fertiggeworden. Den oberen Stock haben wir schon im Februar 2024 bezogen“, berichtet Sepp.


Der Anbau wurde beim Schülereingang errichtet, dort, wo viele Jahre lang die vier Containerklassen standen. Im Erdgeschoß sind der zweite Musiksaal sowie ein Hausaufgabenraum, ein kleiner Speisesaal und eine Küche für die ab dem nächsten Jahr geplante Ganztagsbetreuung eingezogen. Im Untergeschoß befinden sich die Sanitäranlagen und ein Mehrzweckraum, der unter anderem als Turnraum dienen kann. „Wir haben auch zu wenig Turnsäle“, merkt der Direktor an.

In dem neuen Stockwerk sind acht zusätzliche Klassenzimmer entstanden. “Man merkt gleich, wenn man hier heroben ist. Es ist viel gedämpfter, darum haben wir die Erst- und Zweitklässler hier, weil die am meisten Lärm machen”, sagt Reinhard Sepp und lacht.

Vor der Erweiterung gab es am Gymnasium Schoren vier Containerklassen, drei Wanderklassen und eine Klasse, die in einem laut Sepp sehr kleinen Raum untergebracht war. Das ist jetzt Geschichte. „Es ist das erste Mal seit 35 Jahren, dass wir keine Wanderklasse haben“, betont der Direktor.

Rosa Pal (11) aus Dornbirn besucht die 1r1-Klasse. „Ich finde das neue Klassenzimmer sehr schön”, erzählt die Elfjährige. “Überhaupt gefällt mir die Schule gut. Die Leute sind sympathisch und nett. Ich bin echt glücklich mit den Lehrern, und die Fächer sind auch wirklich cool.”

Das Ziel sei ein flexibler Unterricht, bemerkt Direktor Reinhard Sepp. Außerhalb der Klassenzimmer befinden sich sogenannte Lerninseln, die für die Freiarbeit genutzt werden können. Die Whiteboards sind transportabel, die Tische und Stühle stapelbar. „So kann man in der Klasse schnell freien Platz schaffen“, ergänzt er.

Julian Fink (12) aus der 2r2 hält fest: “Mir gefällt es hier heroben besser als in der alten Klasse, weil alles neu ist. Unten waren manche Tische schon halb kaputt.”






