Verwirrung um fehlende Stimme in Hard

Gemeindevertretung angelobt, René Bickel (Zukunft Hard) Vizebürgermeister.
Hard Die Marktgemeinde Hard hat einen neuen Vizebürgermeister. Bei der konstituierenden Sitzung im Spannrahmen am 24. April wurde René Bickel von der ÖVP-nahen „Zukunft Hard“ als einziger Kandidat mit 21 von 33 Stimmen in dieses Amt gewählt. Der Wunsch seiner Fraktion, acht Mitglieder in den Gemeindevorstand zu entsenden, wurde nicht erfüllt.

Laut geltendem Wahlverfahren hätte „Zukunft Hard“ die Hälfte dieser acht Mandate erhalten. Die Mehrheit stimmte aber für den Antrag von Bürgermeister Staudinger „Mitanand für Hard“ (SPÖ) von sieben Gemeinderäten. „Zukunft Hard“ mit 13 Mandaten erhält demnach drei (René Bickel, Nadine Häusler-Amann und Herbert Motter), „Mitanand für Hard“ zwei (Vedat Coskun und Roman Latschrauner) Vorstandsmitglieder, für Grünes Hard (Gabi Büchele) und Freiheitliche (Bernd Schneider) trifft es je einen Gemeinderat. Wie Bürgermeister Martin Staudinger berichtet, spart sich Hard durch die Reduktion von acht auf sieben Gemeinderäte in der kommenden Periode rund 100.000 Euro an Aufwandsentschädigung.

Eine Stimme fehlte
Bei der Abstimmung über die Zahl der Gemeinderäte herrschte kurz Verwirrung: Bei 33 anwesenden Wahlberechtigten lagen lediglich 32 Stimmzettel in der Urne. Nach mahnenden Worten von Bürgermeister Martin Staudinger war rasch klar: Er selbst hatte versehentlich nicht mit abgestimmt. „Ich habe keinen Zettel erhalten“, entschuldigte sich das zerknirschte Gemeindeoberhaupt. Er habe ja vor einiger Zeit an einer anderen Wahl teilgenommen (SPÖ Bundesparteitag), bei der das Ergebnis erst nach drei Tagen des Nachzählens korrigiert worden sei. Immerhin waren in Hard keine Excel-Dateien in Verwendung.

Zum Auftakt der Sitzung waren die gewählten Gemeindevertreterinnen und -vertreter ebenso angelobt worden wie anwesende Ersatzleute. Zum Abschluss bedankten sich Bürgermeister und Vizebürgermeister für das Vertrauen.
Etliche Ehrengäste sowie interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Sitzung. Schließlich fand sich die Bürgermusik Hard auf der Bühne im Veranstaltungssaal Spannrahmen ein und erfreute Mandatare und Gäste mit einem Ständchen, bevor an der Bar im Spannrahmen ausgeschenkt wurde. AJK