Vorzugsstimmen in Feldkirch sind ausgezählt

Neue Zahlen aus der Montfortstadt: Die Vorzugsstimmen zeigen, wem die Wählerinnen und Wähler besonders ihr Vertrauen geschenkt haben.
Darum geht’s:
- FPÖ-Kandidatin Kerbleder erhielt mehr Vorzugsstimmen als Bürgermeister Rädler.
- Rädler tritt in zwei Wochen gegen Kerbleder in der Stichwahl an.
- ÖVP bleibt trotz Abwärtstrend stärkste Kraft im Gemeinderat.
Feldkirch Die Wahlergebnisse in Feldkirch sind nun vollständig: Besonders bei den Vorzugsstimmen gibt es eine Überraschung. FPÖ-Kandidatin Andrea Kerbleder erhielt mit 3715 Stimmen mehr persönliche Unterstützung als der amtierende Bürgermeister Manfred Rädler (ÖVP), der 2925 Vorzugsstimmen erzielte.
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Ein Wermutstropfen für Rädler, der bei der Direktwahl dennoch einen Vorsprung hat: 4429 Personen gaben ihm ihre Stimme als künftigen Bürgermeister, Kerbleder kann hier 3315 Stimmen vorweisen – 434 Stimmen mehr als ihre Partei erhielt. Doch auch Rädler erhielt in der Direktwahl 265 Stimmen mehr als seine Partei.
Rädler, der das Amt im Juni des Vorjahres von Wolfgang Matt (VP) übernommen hatte, tritt in zwei Wochen in der Stichwahl gegen Kerbleder an. Die weiteren Vorzugsstimmen verteilen sich auf Clemens Rauch (Grüne) mit 2172 Stimmen, Fabienne Lackner (Neos) mit 1115 Stimmen und Stefan Spangenberg (SPÖ) mit 777 Stimmen.
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Mandatsverteilung
Auch die Mandatsverteilung in der Gemeindevertretung und im Gemeindevorstand steht nun fest. Die VP bleibt mit 13 Sitzen (2020: 15) stärkste Kraft, gefolgt von der FP mit 9 (2020: 6), den Grünen mit 8 (2020: 9), den Neos mit 4 (2020: 3) und der SP mit 2 Sitzen (2020: SP 2). Im Gemeindevorstand ergibt sich folgende Zusammensetzung: 4 Mandate für die VP, je 2 für FP, Grüne und Neos, die SP bleibt ohne Sitz.

Bei der Bürgermeister-Wahl am Sonntag hatte Rädler 36,8 Prozent der Stimmen erreicht, Kerbleder lag mit 27,5 Prozent auf Platz zwei. Clemens Rauch kam auf 20,3 Prozent, Fabienne Lackner auf 9 Prozent und Stefan Spangenberg auf 6,5 Prozent.
Zum Vergleich: Langzeit-Bürgermeister Wilfried Berchtold (VP), der 28 Jahre lang die Geschickte der Stadt leitete, setzte sich bei der Direktwahl 2005 mit 70,13 Prozent der Stimmen im ersten Wahldurchgang durch, bei der Wahl 2010 mit 76 Prozent.
Abwärtstrend bei der Stadt-VP
Insgesamt setzte sich bei der Stadt-ÖVP der Abwärtstrend fort, sie rutschte von 40,48 auf 35,7 Prozent ab, behielt aber die Führung. Auf dem dritten Platz landeten die Grünen, sie kamen auf 22,3 Prozent (2020: 23,99 Prozent) – ein leichter Verlust. Auf Platz zwei schaffte es die FPÖ mit 24,7 Prozent (2020: 18,19 Prozent), die damit die Grünen überholen konnten.
Die Stichwahl – es ist erst die zweite nach 2020 Wolfgang Matt (VP) gegen Daniel Allgäuer (FP) in der Geschichte der Stadt – am 31. März entscheidet nun, wer künftig an der Spitze von Feldkirch stehen wird. Bei der Stichwahl 2020 konnte sich Matt mit 6157 Stimmen (61,7 Prozent) klar gegen seinen Herausforderer Allgäuer (3823 Stimmen, 38,3 Prozent) durchsetzen.
Stichwahl:
Die Möglichkeit zur direkten Wahl des Bürgermeisters gibt es in Vorarlberg erst seit der Wahlrechtsnovelle des Jahres 1999. Erstmals zur Anwendung kam das Direktwahlverfahren bei den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen im Jahr 2000.
Gemeindevertretung Feldkirch 2025
Abgegebene Stimmen: 12.582, davon 11.651 gültig. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,5 Prozent.
Bgm. M. Rädler Feldkircher VP: 35,7 Prozent (ÖVP 2020: 40,48 Prozent)
Die Grünen – Feldkirch blüht: 22,3 Prozent (Grüne 2020: 23,99 Prozent)
Freiheitli. Feldk. und Parteifreie: 24,7 Prozent (FPÖ 2020: 18,19 Prozent)
NEOS: 10,4 Prozent (NEOS 2020: 8,13 Prozent)
SPÖ Feldkirch: 6,8 Prozent (SPÖ 6,00 Prozent)
Feldkirch – Bürgermeisterwahl 2025
Manfred Rädler (ÖVP): 36,8 Prozent
Andrea Kerbleder (FPÖ): 27,5 Prozent
Clemens Rauch (Grüne): 20,3 Prozent
Fabienne Lackner (Neos): 9,0 Prozent
Stefan Spangenberg (SPÖ): 6,5 Prozent