Nach finanzieller Schieflage: Beliebte Skihütte vor der Zwangsversteigerung

Sunnegg-Hütte im Skigebiet Damüls bleibt in den Schlagzeilen: Erst Schulden in Millionenhöhe, jetzt Zwangsversteigerung.
Damüls Es sind eigentlich rosige Zeiten für Vorarlbergs Skihütten. Seit Tagen herrscht bei besten Schneebedingungen und Traumwetter Hochbetrieb. Auch im Skigebiet Mellau-Damüls ist das so. Dennoch hängen über einer der beliebtesten Einkehrmöglichkeiten dunkle Wolken. Dem Restaurant “Sunnegg” droht die Zwangsversteigerung. Mit 18. Februar ist bereits ein Termin am Bezirksgericht Bezau fixiert. Nach einem Insolvenzverfahren mit positivem Ausgang geht es jetzt ans Eingemachte.

Die Sunnegg-Hütte kommt nicht aus den Schlagzeilen. Im November 2023 wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Es hatten sich Schulden in Millionenhöhe angehäuft. Die anerkannten Forderungen beliefen sich damals auf 1,7 Millionen Euro. Ein Sanierungsplan der Betreiberin wurde schließlich im April des Vorjahres von den Gläubigern mehrheitlich angenommen. Das Happy-End auf Raten sah eine 20-Prozent-Quote vor. Erwirtschaftet werden sollte das Ganze durch die Fortführung des Betriebs auch in den Sommermonaten. Jetzt steht die Liegenschaft allerdings vor der Zwangsversteigerung, wie die Ediktsdatei informiert.

Die Termine stehen. Am 12. Februar kann die Liegenschaft besichtigt werden, sechs Tage später ist die Versteigerung angesetzt. Längst ist ein Gutachten erstellt, das einen Schätzwert für die Skihütte auf einem 2854 Quadratmeter großen Grundstück direkt am Sessellift “Oberdamüls” mit 1,27 Millionen Euro festlegt. Versteigert wird das Restaurant mit allerlei Inventar. 46 Stühle der Firma Bär zählen ebenso dazu wie rustikale Hängelampen oder ein von einem Bildhauer ersteller Holzhocker in Kuhform. Alleine der Wert des mitzuversteigernden Zubehörs liegt bei knapp 46.000 Euro – ein Kiosk im Außenbereich inklusive.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.
An Interessenten für die attraktive gewerbliche Immobilie mit einem geringsten Gebot von 635.000 Euro dürfte es kaum mangeln. Fest steht schon jetzt: Kaum eine andere Zwangsversteigerung im Land wird ähnlich viel Aufmerksamkeit erzielen. Was die Versteigerung für die Fortführung des Betriebs bzw. die Erfüllbarkeit des Sanierungsplans bedeutet? Unklar. Die Betreiberin war für die VN gestern jedenfalls telefonisch nicht erreichbar.