Futurehack in Feldkirch macht es vor: Herausforderungen annehmen und Chancen nutzen

Die Veranstaltung Futurehack im Montforthaus in Feldkirch motivierte 1000 Jugendliche dabei, sich Ziele zu setzen.
Feldkirch Die Veranstaltung „Futurehack – Entdecke, was möglich ist!“ ermöglichte am Dienstag im Montforthaus in Feldkirch 1000 Schülerinnen und Schülern, Persönlichkeiten aus verschiedenen Branchen kennenzulernen. Zwölf- bis 18-Jährige zwischen Bregenz und Bludenz nutzten die Chance und erfuhren aus erster Hand, was sie antreibt, aber auch, welchen Herausforderungen sich die Speaker zu stellen hatten.
Linda Peterlunger zeigte der nächsten Generation, was möglich ist, wenn man an sich glaubt und immer am Ball bleibt. Dass es wichtig ist, seiner Leidenschaft zu folgen, zeigte Gigi Rüf. Heike Eder inspirierte die Jugendlichen mit ihrer emotionalen Lebensgeschichte. Auch Gerald Fleisch, Roger Ogden und Vlatka Duric gaben lehrreiche Einblicke in ihre privaten und beruflichen Erfolge, die dazu motivierten, sich über die eigene Berufung Gedanken zu machen. VN-GRK, PAG, SAH
Vlatka Duric, Head of Customer Excellence AT bei Zumtobel Group

„Ich nehme Herausforderungen an und möchte jeden Tag etwas Neues lernen“, sagte Vlatka Duric. Die Elektrotechnikerin ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie man durch Engagement und Fachkompetenz beruflichen Erfolg erzielt. Von ihrem Studium der Elektrotechnik in Kroatien bis hin zur Leitung des Customer Excellence Teams bei Zumtobel Lighting in Dornbirn hat sie in verschiedenen Positionen im Key Account Management, Vertrieb und Marketing eine beeindruckende Karriere gemacht. „Ich habe alles gemacht: Kaffee geholt, Post verschickt, Kunden betreut und Handys eingerichtet“, erinnerte sie sich. Was ihren beruflichen Weg geprägt hat, ist ihr voller Einsatz – ohne dabei den Spaß zu verlieren oder ihre Authentizität aufzugeben.
Roger Ogden, Vizepräsident Sales & Marketing bei Photeon Technologies

Roger Odgen zeigte eindrucksvoll, wie technologische Leidenschaft in eine erfüllende berufliche Laufbahn münden kann. „Finde deine Berufung, finde deine Leidenschaft, und du wirst Erfolg haben“, sagte er. Als treibende Kraft bei Photeon in Dornbirn hat er nicht nur innovative Halbleiterlösungen entwickelt, sondern auch bewiesen, dass Neugier und Durchhaltevermögen die Grundlage für nachhaltigen Erfolg in der Technologiebranche sind. Seine Karriere ist geprägt von der ständigen Suche nach kreativen Lösungen. Ein zentraler Leitsatz von ihm lautet: „Versuche es – scheitern ist erlaubt, aber es nicht zu versuchen, ist verboten.“ Dabei betonte er, wie wichtig es ist, immer ein Lächeln beizubehalten, denn das Leben sei zu kurz, um es ohne Freude zu leben.
Linda Peterlunger, Gründerin & Inhaberin Linda’s Ice Cream

Linda Peterlunger erzählte über ihren Weg in die Selbstständigkeit und die Hindernisse, die sie dabei überwinden musste. Nach verschiedenen Stationen, unter anderem in der Tattoo-Branche, entschloss sie sich 2018, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Ihre Idee war es, hausgemachtes Soft-Eis aus ausschließlich natürlichen Rohstoffen herzustellen. „Ich wollte etwas schaffen, das es so noch nicht gab“, erklärte Linda. Besonders während der Corona-Pandemie musste sie kreativ werden und ihr Konzept anpassen, indem sie das Eis direkt zu den Kunden nach Hause brachte. Ihr Erfolgsgeheimnis: „Hört auf euer Herz und bleibt euch treu, auch wenn es schwierig wird. Durchhaltevermögen und Authentizität sind der Schlüssel.“
Heike Eder, Bundesrätin, Paraolympics Bronzemedaillengewinnerin

Heike Eder, ehemalige Skirennläuferin und nun auch Abgeordnete zum Nationalrat, teilte ihren Weg von der Intensivstation zu den Paralympics. Nach einem schweren Skiunfall im Jahr 2006 wurde bei ihr eine Querschnittslähmung diagnostiziert. Sie stand vor der Wahl, ihr Leben aufzugeben oder zu kämpfen. Sie entschied sich für den Kampf. „Ich habe mir neue Ziele gesetzt“, betont Eder. Trotz ihrer körperlichen Einschränkung erarbeitete sie sich den Weg zurück in den Skisport und nahm 2018 an den Paralympics teil, wo sie sich schließlich eine Medaille sicherte. Ihre Botschaft: „Es geht nicht darum, keine Angst zu haben, sondern darum, trotz der Angst weiterzumachen.“ Heute engagiert sie sich in der Politik und fordert mehr Vielfalt im Parlament.
Gerald Fleisch, Geschäftsführer, Vlbg. Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H.

Gerald Fleisch trägt als Geschäftsführer der Vorarlberger Landeskrankenhäuser mit 5000 Mitarbeitenden aus über 100 Berufsgruppen und täglich zwei Millionen Euro Ausgaben viel Verantwortung. Für ihn ist der Beruf im Krankenhaus mit viel Perspektiven, Anerkennung und vor allem Sinn verbunden. Die Schulzeit von Fleisch spiegelt seinen jetzigen Erfolg aber ganz und gar nicht wider. „Einmal hatte ich fünf Fünfer“, sagte er. Obwohl er einmal sitzen geblieben ist und über zwanzig blaue Briefe bekommen hatte, blieb ihm die Schulzeit aufgrund engagierter Lehrer in guter Erinnerung. Für seinen heutigen Erfolg hebt er nicht nur eine gute Work-Life-Balance, sondern auch Neugierde, als eines der schönsten Dinge im Leben, heraus.
Gigi Rüf, Snowboard-Profi und Gründer von SLASH

Gigi Rüf ist für seine Medaillengewinne bei Snowboardwettbewerben und Auftritte vor der Linse für Magazine oder Videoproduktionen bekannt. Die Snowboardlegende wuchs in den Vorarlberger Bergen auf und hat an seiner Leidenschaft des Snowboardens seit Kindheit an festgehalten. Ein Antrieb für seine ungewöhnliche Karriere war sein Wunsch die Welt und dessen Natur zu entdecken. Auch über den Sport hinaus hat er den Schritt ins Unbekannte gewagt, nämlich als Gründer der Snowboardfirma SLASH. „Das Unbekannte soll man als Herausforderung, nicht als Hindernis ansehen“, sagt er. Nicht nur Medaillen, sondern auch das Weiterbringen produkttechnischer Entwicklungen und die dazugehörige kreative Komponente sind dem Unternehmer wichtig.










