Vorarlbergs Katastrophenhelfer sind wieder zuhause

Am Samstag kehrten die beiden Vorarlberger Katastrophenzüge der Feuerwehr wieder heim. Ihre Fähigheiten und Einsatzbereitschaft machte vor Ort einen erkennbaren Unterschied.
Feldkirch, Tulln Um 5.30 Uhr ist ein letztes Mal Tagwache in der Garage des niederösterreichischen Feuerwehr- und Sicherheitszentrums bei Tulln, in der die Vorarlberger Katastrophenhelfer untergebracht sind. Am Vorabend rückten die letzten Kräfte lange nach Einbruch der Dunkelheit hier ein und bereiteten alles für die Heimreise vor. Am Vorabend zog ein Vorauskommando an Pioniere in einem benachbarten Trakt ein. Gegen 07.20 Uhr dann verabschieden sich die Vorarlberger aus dem Katastrophengebiet und machen sich auf den Heimweg.
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Damit verlässt die zweite Tranche an Feuerwehrkräfte aus Vorarlberg Niederösterreich. Am Montag rückte die erste Tranche nach Tulln ab, am Mittwoch übernahm die zweite Tranche, jeweils über 70 Florianijünger. Ihre Großpumpen leisteten in vier Tagen rund um die Uhr Unvorstellbares. Mit Pumpleistungen von mehreren zehntausend Liter pro Minute entlasteten sie überflutete Orte wie Asparn und St. Andrä-Wördern, pumpten in dem durch einen Dammbruch verwüsteten Rust im Tullnerfeld die Keller aus. Viel von jenem Wasser, dass sie in Asparn in die große Tulln und die Donau pumpten, suchte sich seinen Weg zuvor durch Rust. Sie gaben den Einwohnern und der von den Ausmaßen der Flut überlasteten einheimischen Feuerwehren einen Grund für Optimismus.
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Jede einzelne Feuerwehrfrau und jeder einzelne Feuerwehrmann konnte beim Abschied am Donnerstagabend von berührenden Gesprächen und Begegnungen mit der betroffenen Bevölkerung berichten. Inzwischen hat sich die Situation soweit stabilisiert, dass die einheimischen Wehren und der Zivilschutz mit der Unterstützung durch das Bundesheer der Lage gewachsen sein sollten. Doch viele Haushalte stehen vor dem Nichts: In Asparn hatten am Freitag noch nicht alle Häuser wieder Strom. Heizungen, seien es Öl- oder Pelletsheizungen, in vielen Kellern zerbarsten durch die Flutkatastrophe, mit dem nahenden Winter drohen viele ohne Heizmöglichkeiten dazustehen. Bei mehreren Häuser ist die Statik infrage gestellt, in vielen hatten sich die Wände, Böden und Zimmerdecken vom Keller bis zum Erdgeschoss mit Wasser vollgesogen. Um diesen Menschen solidarisch zur Seite zu stehen, sammeln die Vorarlberger Nachrichten, die Caritas Vorarlberg, das Rote Kreuz Vorarlberg und das Land Vorarlberg mit dem Gemeindebund mit “Vorarlberg hilft” für die vom Hochwasser Betroffenen. Bereits über 200.000 Euro kamen in den ersten Tagen für die Direkthilfe in das Katastrophengebiet zusammen.
Spendenkonto: So können Sie helfen
So können Sie helfen:
vorarlberghilft.at
Spendenkonto Caritas: AT32 3742 2000 0004 0006
Verwendungszweck: “Vorarlberg hilft”
Online-Spenden: www.caritas-vorarlberg.at
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Spendenkonto Österreichisches Rotes Kreuz:
Landesverband Vorarlberg
IBAN: AT84 3742 2000 0014 3248
Verwendungszweck: Inlandshilfe


Die Heimreise im Konvoi gestaltete sich ohne größere Herausforderungen. Nur von zwei Tankpausen aufgehalten – ein Tankwagen der Feuerwehr ist nicht als weite Strecken konzipiert und opferte Tankkapazitäten zugunsten anderer Ausrüstung – drängte es nach zwei Tagen Dauereinsatz die zweite Tranche nach Hause. Vor der Grenze bei Salzburg richtete die Asfinag der Feuerwehr noch ihren Dank aus: Per digitaler Überkopfanzeige schickte sie der Feuerwehr ein “Danke an die Einsatzkräfte und Freiwilligen!” mit auf den Heimweg. Kurz vor 17 Uhr überschritten die Feuerwehrkräfte aus dem ganzen Land bei Hörbranz wieder die Vorarlberger Grenze und wurden nach dem Pfändertunnel von einem Willkommenskomitee der Feuerwehr von der Brücke begrüßt. Von dort ging es für die einzelnen Mannschaften direkt in die Heimatstützpunkte, wo sie von Familie und Kameraden sehnlichst erwartet wurden. Ein festlicheres Dankeschön für den selbstlosen Einsatz ist bereits in Aussicht gestellt.


