Vorarlberg hilft in Niederösterreich: Die Ankunft im Katastrophengebiet

Die neue Rotation löste die alte direkt im Einsatz ab. Es wird eine kurze Nacht.
Tulln Gegen 23.30 Uhr kommt der Bus aus Vorarlberg im Feuerwehr- und Sicherheitszentrum in Tulln an. Das Gepäck wartet bereits auf die neue Tranche Florianijünger, nach einer ersten Orientierung geht es los: Die ersten Trupps machen sich bereit, ihre Kollegen im Feld abzulösen, während die anderen die Feldbetten in der Garage des Sicherheitszentrums beziehen.
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“Die Leute sind dankbar, dass wir den weiten Weg auf uns nahmen”, erklärt Stefan Pecheim. Der Lauteracher machte sich mit der ersten Gruppe auf den Weg. Seit Dienstag pumpt er Keller und Unterführungen frei. “Da sind wir schnell mal 12 Stunden am Stück draußen, die Kollegen aus Wolfurt noch länger”, lässt er wissen. Pecheim lobt aber die Organisation. “So hätte ich es nochmal 48 Stunden ausgehalten.”


Der Einsatzleiter der zweiten Tranche, Bezirksfeuerwehrinspektor Wolfgang Huber macht sich vor Mitternacht ein erstes Bild der Lage im Einsatzgebiet. Nahe Asparn, das noch vor wenigen Tagen wegen Hochwasser evakuiert werden musste, werden die Thüringer gerade abgelöst. “Ich habe seit Dienstag vielleicht vier Stunden geschlafen”, erläutert Matthias Hackhofer.”Es wird langsam etwas zäh.” Zuerst pumpten sie Tiefgaragen frei, am Mittwoch standen sie mit der Pumpe im Feld nahe der überschwemmten aufgegebenen Feuerwache von Asparn. Die Feuerwehrleute des Ortes sind in einen nahen Hof ausgewichen, wenige Meter weiter pumpen die Mellauer.


Kurz nach 0.30 Uhr setzt sich der Bus wieder in Bewegung. Inzwischen sind die letzten der Trupps zurückgekehrt und nach einer schnellen Dusche fahrbereit. Für die Neuankömmlinge gibt es Reisfleisch, schnell suchen sich alle ein Bett. Tagwache ist am Donnerstag um 6 Uhr.
