Von Regen, Sonnenschein und guter Laune

Rund 7000 Festivalbesucher tanzten am ersten Szene-Openair-Tag zu Julian Le Play oder Flogging Molly.
Lusteau “Es ist einfach typisches Szene-Wetter”, sagt Gebhard Ritter aus Au. Seit neun Uhr morgens steht er gemeinsam mit seinen Freunden Emilio, Laura und Elisa im strömenden Regen, um auf den Einlass auf das Festivalgelände zu warten. “Es ist schon zäh, aber wir wollen die besten Plätze auf dem Campingplatz ergattern”, ergänzt Gebhard. Mit Gummistiefeln, Regenmänteln und Zelten ausgestattet, geht es für die treuen Szene-Besucher klitschnass, aber pünktlich um 12 Uhr aufs Gelände. “Egal ob Regen oder Sonne, es ist immer eine Gaudi hier”, sind sich die Freunde einig.

Einige Meter weiter kämpfen sich Emma und Marlen aus Ravensburg mit ihrem Bollerwagen durch das stellenweise knöcheltiefe Wasser, um Ausschau nach einem trockenen Zeltplatz zu halten. “Wir freuen uns auf ein tolles Wochenende und gute Stimmung. Wir hoffen aber, dass es bald aufhört zu regnen.”

Das tat es. Pünktlich zum musikalischen Auftakt strahlen die Festival-Besucher mit der Sonne um die Wette. Für einen gelungenen Start auf der Hauptbühne sorgt die österreichische Frauen-Band “Hey Sis!” mit jeder Menge Gute-Laune-Pop. “Habt ihr Bock auf ein geiles Festival mit uns?”, ruft die Frontsängerin dem begeisterten Publikum zu. Die Fans haben Bock und tanzen gut gelaunt zu Songs wie “Landhausplatz”, “Trau di” oder “It’s Raining Man”.

Kein Halten mehr gibt es beim Auftritt von Rapper Souly, der gerade zu den gefragtesten Künstlern in der Hip-Hop-Szene zählt. “Die Stimmung ist einfach genial und der Sänger super. Ihn live zu sehen, ist toll”, schwärmt Sebastian aus Diepoldsau.
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Textsicherheit beweisen die Szene-Besucher auch bei Rapper T-Low. “Seine Musik macht einfach gute Laune”, sagt Bibiana aus Dornbirn, die das Festival jedes Jahr besucht. “Das Szene Openair ist ein Pflichttermin für mich, heuer bin ich vor allem wegen Julian Le Play hier”, erzählt sie.


Auf der Szene-Bühne beweist der preisgekrönte Sänger am Abend mit Hits wie “Rollercoaster” oder “Mein Anker”, warum er zu den erfolgreichsten heimischen Künstlern zählt. Härtere Töne schlägt zu späterer Stunde die US-amerikanische Metalcore-Band “Motionless in White” an, die Rammstein oder Depeche-Mode zu ihren musikalischen Einflüssen zählt und die Menge in Lustenau bei Sonnenuntergang zum Ausrasten bringt.



Flogging Molly, die sich in den vergangenen 20 Jahren zu einer festen Größe in der Punkszene entwickelten, sorgen für ein stimmungsvolles Finale des ersten Festivaltags. Entgegen den Wetterprognosen zeigte sich auch der Petrus weiterhin gnädig.

“Es war ein sehr entspannter Festivalstart. Es hätte nicht besser laufen können. Die Erleichterung ist groß, weil das Wetter besser war als prognostiziert”, zieht Veranstalter Hannes Hagen am Abend freudig Bilanz. Rund 7000 Besucher strömten am ersten Festivaltag nach Lustenau. “Ich hoffe, dass der Wettergott am Freitag genauso gnädig ist mit uns”, sagt Hagen.


