“Die Hitze ist anstrengender als der Aufbau selbst”

Vorarlberg / 29.07.2024 • 14:09 Uhr
"Die Hitze ist anstrengender als der Aufbau selbst"
Sara und Paul packen kräftig mit an. VN/Stiplovsek

Am Donnerstag startet das Szene Openair. Auf dem Gelände am Alten Rhein gehen die Vorbereitungen in die heiße Phase.

Lustenau Sara Mosser aus Bregenz ist schon früh auf den Beinen. Auf dem Gelände des Szene Openair am Alten Rhein gibt es schließlich jede Menge zu tun. “Ich bin Teil des Gastro-Teams, aber ich kümmere mich gerade um den Aufbau der Essensstände. Es wird hier jede helfende Hand gebraucht”, erzählt die 19-Jährige.

"Die Hitze ist anstrengender als der Aufbau selbst"
Auf dem Gelände laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Die Schülerin ist eine von rund 100 ehrenamtlichen Helfern, die sich seit einer Woche um den Aufbau des größten Festivals Westösterreichs kümmern. Die Vorbereitungen laufen genau nach Plan, einzig die Hitze bringt Sara Mosser mächtig ins Schwitzen. “Die Temperaturen sind anstrengender als der Aufbau selbst”, sagt sie lächelnd. “Aber das macht nichts, die Stimmung im Team ist super. Ich bin nächstes Jahr sicher wieder mit dabei.”

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Einige Meter weiter ist Jonas Rehm gerade damit beschäftigt, die Zäune aufzubauen. “Insgesamt sind es rund 3000 Zäune, die auf dem Festivalareal platziert werden. Das sind neun Kilometer”, rechnet der 26-Jährige vor. Für das Szene Openair kommt der gebürtige Harder, der in Wien lebt, jedes Jahr nach Lustenau. “Ich bin ein großer Festivalfan und freue mich, das Team und alte Freunde wiederzutreffen. Wenn man dabei auch noch mitanpacken kann, ist das toll”, schwärmt er.

"Die Hitze ist anstrengender als der Aufbau selbst"
Cosima Bayer besucht das Szene Openair seit vielen Jahren. Beim Aufbau ist sie heuer zum ersten Mal mit dabei.

Cosima Bayer (23) aus Lustenau besucht das Szene Openair seit sie 15 Jahre alt ist. “Das ist ein Pflichttermin für mich.” Beim Aufbau ist sie heuer zum ersten Mal mit dabei. “Es ist spannend, einmal einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen und zu sehen, wie ein Festival entsteht.”

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Jonas Rehm lebt in Wien. Das Lustenauer Szene Openair ist jedoch ein alljährlicher Pflichttermin für ihn.

Festivalchef Hannes Hagen zeigt sich vom Engagement der freiwilligen Helfer begeistert. “Wir liegen perfekt im Zeitplan, bislang gab es keine großen Herausforderungen. Wir hatten selten so eine schöne Aufbauzeit wie heuer.” Gerade werden auf dem Gelände die Feinarbeiten erledigt, die Zelte errichtet und die Bühnen aufgebaut. Am Mittwoch folgt die gesamte Technik mit Licht- und Tonanlagen, bevor die Getränke für den Ausschank vorbereitet werden. „Insgesamt werden an dem dreitägigen Festival rund 30.000 bis 40.000 Liter Bier ausgeschenkt“, informiert Hagen. Eine 500 Meter lange unterirdische Pipeline sorgt dabei ständig für Nachschub. “Die Versorgung würde bei einem Festival dieser Größenordnung ohne diese Pipeline nicht funktionieren. Außerdem schmeckt es besser”, erklärt er schmunzelnd.

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Die Gastrozelte werden aufgebaut.

Auch kulinarisch spielt das Szene Openair wieder alle Stücke. Den rund 25.000 Besuchern stehen auf dem gesamten Gelände neben den 14 Bars auch 15 Verpflegungsstände zur Verfügung. “Wir sind auch ein kleines Street-Food-Festival und bieten eine breite Palette an Gerichten an – von Grillspezialitäten über internationale Köstlichkeiten bis hin zu veganen Gerichten, die immer beliebter werden.”

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Heuer gibt es mit dem Szene Pavillon auf dem Campingareal eine neue Bühne für Vorarlberger Nachwuchsbands.

Hannes Hagen blickt der 34. Ausgabe des Festivals optimistisch entgegen. Auch der Blick auf die Wetterprognosen kann die Stimmung bei Hannes Hagen nicht trüben. “Es sind für Freitag Gewitter vorausgesagt, aber keine tiefen Temperaturen. Aktuell sind mehr Sonnenstunden als Millimeter Regen vorausgesagt. Wir sind schon glücklich, wenn wir ein bis zwei Tage schönes Wetter haben”, ergänzt Hagen lächelnd. Bei eingefleischten Festivalfans gehören Gummistiefel und Regenmantel aber ohnehin zur Grundausstattung.

Das Szene Openair läuft von 1. bis 3. August, Alter Rhein, Lustenau

www.szeneopenair.at

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Die Hauptbühne nimmt nach und nach Form an.
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Die Künstlergarderoben sind bereits eingerichtet.
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Auch im VIP-Zelt gehen die Arbeiten gut voran.
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Das sechs Hektar große Gelände verwandelt sich am Donnerstag in ein Paradies für Festivalgänger.