Schwarzer Humor und rote Urlaubsgrüße

Vorarlberg / 13.07.2024 • 07:00 Uhr
Schwarzer Humor und rote Urlaubsgrüße
Mario Leiter verbrachte seinen Urlaub an der Adria.

Hinter den Kulissen: In der Eile kann Politikern auf Social Media auch einmal ein Fauxpas passieren.

Fauxpas. Für Polit-Funktionäre bilden Soziale Medien vielfach eine willkommene Spielwiese, sich positiv ins Licht zu rücken. Vor allem in Vorwahlzeiten. Und in der Eile kann auch mal ein Fauxpas passieren.

Beispiel dafür liefert der Bludenzer Stadtpolizist Mario Leiter (58, SP) als Parteichef der Vorarlberger Sozialdemokraten. Er postete nämlich aus seinem Urlaubsdomizil Lido De Jesolo, topmodisch gestylt mit Ray Ban-Sonnenbrille und farbenprächtigem Hemd, ein Foto und wollte von Freunden und Anhängern in Erfahrung bringen, wo diese denn so ihre Ferien verbringen.

Mario Leiter, der jüngst öffentlichkeitswirksam kritisierte, dass „das Leben in Vorarlberg zu teuer geworden ist“, dürfte bei manchen Antworten das entspannte Lächeln auf der Hotelterrasse an der italienischen Adria vergangen sein: „Leider auf Balkonien daheim, denn das Geld reicht nicht weiter und wenn es so weitergeht, gibt es gar keinen Urlaub mehr“, lautete eine Antwort und eine andere Rückmeldung bezeichnete die Frage Leiters gar als „blöde Frage“.

Unter den Genossen dürfte sich der hinter vorgehaltener Hand als roter Strahlemann bezeichnete Parteichef durch seine beinahe täglichen Postings jedenfalls nicht mehr Freunde gemacht haben.