Wie geht es mit dem Achtalweg weiter?

Noch sind einige Fragen offen. Initiative macht indes Druck.
doren Im Budget für 2024 sind bereits 2,5 Millionen Euro für erste Baumaßnahmen auf dem Achtalweg zwischen Kennelbach und Doren vorgesehen, doch so schnell wie von manchen gedacht, geht es wohl doch nicht. Es seien noch einige Fragen offen, sagt Regio-Obmann Guido Flatz. Die „Achtalweg-Freunde“ machen indes Druck. Sie fordern, dass der acht Kilometer lange Abschnitt, „umgehend naturverträglich saniert“ wird und damit auch „die historische Wälderbahntrasse mit ihren bedeutenden Baudenkmälern“ erhalten bleibt. Die Initiative hat Unterschriften für den Erhalt gesammelt. Kommende Woche ist die Übergabe an ÖVP-Klubobmann Roland Frühstück geplant.
Begehung geplant
Doch wie geht es im Achtal weiter? In dieser Woche hat laut Flatz ein erstes Abstimmungsgespräch zwischen Land, Regio Bregenzerwald und der Stadt Bregenz stattgefunden. Dabei habe man die weitere Vorgehensweise besprochen. „Wir haben jetzt einmal vereinbart, dass es noch einmal eine Begehung gibt und noch einmal abgeklärt wird, was denn ,sicheres Gehen‘ tatsächlich bedeuten soll“, erläutert der Obmann der Regio Bregenzerwald. Die Begehung soll noch vor dem Sommer stattfinden. Noch nicht geklärt ist, wer die behördliche Genehmigung beauftragt – das Land, die Regio oder die beteiligten Gemeinden und ob eine Naturverträglichkeitsprüfung erforderlich ist. „Es sind schon noch ein paar Fragen offen, unter anderem welche Bauwerke zu sanieren sind und welche nicht. Davon abhängig wird auch sein, ob es eine behördliche Genehmigung generell braucht“, führt Flatz aus.
Anfang 2022 hat der Landtag einstimmig beschlossen, dass der Achtalweg zwischen Kennelbach und Doren jedenfalls gut und sicher begehbar gemacht werden soll. Laut der Studie „Sicheres Gehen im Achtal“ kostet dieses Vorhaben zwischen 15,7 und 25,8 Millionen Euro – je nach Sicherheitsniveau und Ausbauzustand. Wenn die Trasse nicht „sicher“ erhalten werden kann, ist ein Rückbau der Bauwerke zu prüfen, der zwischen vier und sechs Millionen kosten würde. Mit dem Geld, das für heuer budgetiert ist, sollten die Planungsarbeiten finalisiert sowie die beiden Brücken und der erste Teil des bestehenden Wanderpfades – entweder von Doren oder Kennelbach aus – erneuert werden.
“Realitätsfremd”
Die Pläne für einen alltagstauglichen Radweg durch das Achtal wurden im November ad acta gelegt, nachdem zwei Rechtsexperten zu dem Schluss gekommen sind, dass das Verfahrensrisiko unverhältnismäßig hoch wäre. Für die Achtalweg-Freunde ist das Gutachten dagegen “realitätsfremd”, da man darin unter anderem von einer alltagstauglichen, ganzjährig befahrbaren, beleuchteten und asphaltierten, vier bis fünf Meter breiten Radautobahn ausgegangen sei und auf die gültige Naturschutzverordnung mit den angeführten Ausnahmen nicht ausreichend Bezug genommen habe.