Nationales Qualitätszertifikat für das Jesuheim in Lochau

Vorarlberg / 17.05.2024 • 14:45 Uhr
Jesuheim
NQZ-Zertifikat für das Pflegeheim Jesuheim in Lochau: Birgit Heinzl (Verwaltung), Michael Leißing (Haustechnik), Sr. Katharina Fraissl (Hausoberin) und Judith Wucher (Heimleitung).

Bundesminister Johannes Rauch zeichnete Lochauer Seniorenheim aus.

Lochau Große Freude im Pflegeheim Jesuheim in Oberlochau: Das Haus wurde mit dem „Nationalen Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime in Österreich“ (NQZ) ausgezeichnet. So schmückt nun die symbolhafte Haustafel „Für ein Leben wie daheim“ für alle sichtbar den Haupteingang.

Jesuheim
Judith Wucher (Heimleitung), Ingrid Brunner (Qualitätsmanagement Soziale Einrichtungen), Edwin Jürgens (Küchenleitung), sowie Verena Wildner (Wohngruppenleitung) nahmen in Wien das Zertifikat von Gesundheitsminister Johannes Rauch (Mitte) entgegen.

Das Jesuheim in Lochau, das zur sozialen Einrichtung der Barmherzigen Schwestern Zams Betriebs GmbH gehört, bekam in Wien von Bundesminister Johannes Rauch das Qualitätszertifikat verliehen. Die Auszeichnung wird österreichweit nur selten vergeben. Sozialministerium und Länder bestätigen mit dem NQZ unter anderem das Bemühen, ein Umfeld zu kreieren, in dem „ein Leben wie daheim“ ermöglicht wird.

Jesuheim
Das hausinterne Café mit Seeterrasse und Sommer-Lounge des Jesuheims ist ein beliebter Ort für Bewohner und ihre Angehörigen.

Im Jesuheim sind die Ansprüche und Kriterien in Bezug auf größtmögliche individuelle Lebensqualität für die Bewohner sowie eine hohe Arbeitsplatzqualität für Mitarbeiter laut umfassendem Zertifizierungsbericht bestens erfüllt. Rund 106 ältere Menschen finden hier ein Zuhause, rund 70 Mitarbeiter ein anspruchsvolles Tätigkeitsfeld.

Judith Wucher (Heimleitung Jesuheim), Ingrid Brunner (Qualitätsmanagement Soziale Einrichtungen), Edwin Jürgens (Küchenleitung Jesuheim), sowie Verena Wildner (Wohngruppenleitung Jesuheim) waren vertretend für die Kompetenzbereiche, die maßgeblich für die Bewertung im NQZ fokussiert wurden, nach Wien gereist, um das Zertifikat persönlich entgegenzunehmen.

“Gemeinsame Bemühungen”

Heimleiterin Judith Wucher betont: „Wir freuen uns sehr, dass die gemeinsamen Bemühungen aller, die in unserem Haus im Einsatz sind, durch das strenge Zertifizierungsverfahren sichtbar gemacht und anerkannt wurden. Wir arbeiten ständig daran, höchste Qualität in der Pflege und Betreuung zu bieten. Dabei steht bei uns die Herzlichkeit und die gegenseitige Wertschätzung im Mittelpunkt – wir wollen, dass sich die Menschen bei uns daheim und geborgen fühlen.“

Eingehendes NQZ-Prüfungsverfahren

Für das Zertifizierungsverfahren erfolgte eine zweitägige, eingehende Prüfung vor Ort. Dabei wurden auch die Stimmen von Bewohnern, Mitarbeitern, Angehörigen sowie Systempartnern in die Bewertung miteinbezogen. Ausschlaggebend waren Punkte, wie die gegenseitige Wertschätzung und Respekt, das Sicherheitsgefühl, Selbstbestimmung in sämtlichen Bereichen, ausreichend Privatsphäre sowie eine authentische und an den Bedürfnissen der Bewohner orientierte Willkommenskultur.

Zudem entschieden das anspruchsvolle Pflege- und Betreuungsleitbild, das Palliativkonzept, die bestens funktionierenden Kommunikationsstrukturen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie Maßnahmen, die zum Wohlbefinden der Mitarbeiter beitragen und auch das breite Aus- und Fortbildungsangebot die positive Bewertung.

Ständige Entwicklung

Der ehemalige Gutshof in Lochau wurde 1894 zur karitativen Nutzung an die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern von Zams verkauft. Seither fanden zahlreiche Modernisierungen und Sanierungen statt wie auch im derzeit laufenden umfassenden Umbauprojekt. So wurde erst kürzlich das „Haus Pfänder NEU“ fertiggestellt. 72 Bewohner finden hier auf vier Etagen in 72 modern ausgestatteten Wohneinheiten ein Zuhause. BMS