So rüstet sich das ASZ Vorderland nach dem Brand in Feldkirch auf den erwarteten Ansturm

Hier bringen die Feldkircherinnen und Feldkircher nun ihren Abfall hin: Nach dem Großbrand dient das Abfallsammelzentrum (ASZ) Vorderland in Sulz als Ausweichstation. Die Öffnungszeiten wurden ausgeweitet. Die sechs Kollegen aus Feldkirch verstärken das Team in Sulz.
Feldkirch, Sulz Von der Einfahrt bis zu den einzelnen Abgabestationen hängen die neuen Hinweise am Altstoffsammelzentrum (ASZ) Sulz: keine Annahme von unsortiertem Müll in Säcken. Artur Lampert und seine Kollegenschaft achten darauf, dass dies auch umgesetzt wird.


“Sperrmüll ist sperriger Restmüll. Und der Rest gehört in den Sack, dafür haben wir ein Sack-Sammelsystem”, betont Betriebsleiter David Arrich. Schon bisher galt dies hier in Sulz, damit eben nicht passieren kann, was in Gisingen geschah. Denn derzeit gelten Fehlwürfe wie Akkus und Batterien im Sperrmüll als Brandquelle, die das dortige Altstoffsammelzentrum zerstörte. Zwar ist am Schluss jeder selbst verantwortlich, gefährlichen Abfall nicht als Sperrmüll zu entsorgen, doch in Sulz achten die Kollegen noch stärker darauf, was in den Containern landet. Und sie hoffen, dass die Bevölkerung jetzt ebenfalls sensibilisiert ist.


Die normalerweise fünf Mitarbeiter werden nun durch die sechs Kollegen aus Feldkirch verstärkt – und dies mit faktisch null Vorlaufzeit. Hier hilft die bereits bestehende Kooperation, betonen Regio-Manager Christoph Kirchengast und Bürgermeister Karl Wutschitz von der Regio Vorderland Feldkirch. “Wir haben uns immer als Solidaritätsgemeinschaft verstanden”, versichert Wutschitz. “In schwierigen Zeiten stehen wir zusammen.” Auch wenn eine solche Situation in der Planungsphase nie gedacht war, räumt Kirchengast ein.
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Doch innerhalb weniger Stunden wurde mit den Bürgermeistern der Region und den Mitarbeitern die Ausweitung der Betriebszeiten vereinbart und neue Dienstpläne ausgearbeitet. Und hier half auch, dass das ASZ Sulz mit ausreichend Kapazitäten geplant war, um für einen Betrieb bis 2050 und dem bis dahin erwarteten Bevölkerungswachstum gewappnet zu sein.

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“Es ist natürlich absehbar, dass die Belastung nun größer wird”, hat Kirchengast die Verkehrssituation rund um das ASZ im Blick. Schließlich hat sich das Einzugsgebiet auf 30.000 Haushalte faktisch verdoppelt. An den Schwerpunkttagen wird man daher mit Warteschleifen auf dem Gelände rechnen müssen, bittet man um Verständnis und Solidarität. Und mit den Erfahrungen der nächsten Tage lasse sich wohl noch die ein oder andere Optimierung treffen.

“Niemand in Feldkirch muss jetzt ein halbes Jahr zuwarten”, lädt Arrich alle ein, weiterhin ihre Altstoffe, Elektrogeräte und Sperrmüll zu bringen. Doch wer es sich einrichten kann, soll bewusst von den erweiterten Betriebszeiten an den Werktagen Gebrauch machen, bittet der Betriebsleiter. Statt dass alle am Freitagnachmittag oder Samstagvormittag kommen, lasse sich vielleicht etwas an den Werktagen oder nach Feierabend bringen. “Da wird es wahrscheinlich etwas ruhiger sein.”

Öffnungszeiten ASZ Sulz
- Montag-Freitag, 8-12 / 13-18 Uhr
- Samstag, 8-13 Uhr
- Sonn- & Feiertage geschlossen