Kein Durchkommen mehr: Klimaschützer legen Seestraße in Bregenz lahm

Nach einer kurzen Demo vor dem Landhaus marschierten Klimaschützerinnen und -schützer zur Seestraße und sorgten für kurzes Verkehrschaos in Bregenz.
Bregenz Es war ein wenig wie ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Klimademonstranten und den Polizistinnen und Polizisten. Wie erwartet marschierten die Klimaschützer mittags während der Landtagssitzung vor dem Landhaus auf. Sie demonstrierten nur auf dem Gehweg, der Weg zum Landhaus war ihnen von Securitys und Absperrgittern versperrt. Nach fünf Minuten forderte die Polizei, dass die Versammlung aufgelöst wird. Die Klimaschützer folgten mit den Worten. “Wir sehen uns am Landesmuseum.” Klimaschutzaktivistin Marina Hagen-Canaval erklärt: “Die Politik möchte sich nicht mit uns und unseren Anliegen auseinandersetzen. Wir wurden aufgefordert, die Versammlung aufzulösen, was bedeutet, dass die Entscheidungsträger unser Anliegen nicht hören möchten. Also tun wir das.”
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Am Landesmuseum war eine Demonstration von Stadttunnelgegnern angemeldet. Und es schien, als marschierten die Klimaschützer direkt zum Landesmuseum.

Dort angekommen, machten sie sich allerdings auf den Weg zur Seestraße, gingen auf den Zebrastreifen, blieben stehen und entrollten Plakate mit den Aufforderungen gegen den Stadttunnel. “Wir sind hier, weil uns die Politik vom Landhaus verbannt hat”, erklärt Hagen-Canaval anschließend. Ein paar hupende Autos; ein Mann mit Kind auf dem Beifahrersitz, der den Demonstranten schimpfenderweise den Mittelfinger entgegenstreckte; ein älterer Herr, der auf die Demonstranten zufuhr und von der Polizei zurückgewiesen werden musste; schimpfende Passanten – nicht alle unterstützten die Anliegen der Klimaschützerinnen und Klimaschützer.
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Die Klimaschützerinnen und Klimaschützer klebten sich nicht fest. In Deutschland hat eine andere Gruppe, die “letzte Generation”, klargestellt, dass sie zukünftig darauf verzichtet, sich auf Straßen festzukleben. Pressesprecherin der österreichischen Abordnung ist Hagen-Canaval. Sie betont, dass Österreichs “letzte Generation” weiterhin Klebeaktionen plant. “In Österreich funktioniert diese Protestform sehr gut. Die Politik ist gezwungen, zu reagieren, weil sie den Alltag der Österreicherinnen und Österreicher nicht gestört sehen möchte”, ist die Klimaschutzaktivistin überzeugt. “Wir werden also weiterhin diese Protestform wählen, wenn sie passt.” Kleben bleibt also im Repertoire der “letzten Generation” in Österreich.
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