Er machte das Wolfs-Video: “Der fürchtet sich mehr vor uns als wir vor ihm”

Jagschitz war auf dem Heimweg, als ihm das Tier auffiel.
Bludenz Thomas Jagschitz war der Autofahrer, der den mutmaßlichen Wolf als Erster sichtete. Angefangen hat die kurze Verfolgungsjagd zwischen Nüziders und Bludenz beim Einhornspar, gegen drei Uhr in der Nacht.
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“Zuerst dachte ich, hier geht ein heller, großer Hund gemächlich über die Straße”, erinnert sich der Selbstständige an vergangene Nacht zurück. Doch dann bekam er Zweifel. Er folgte dem Tier gute zehn Minuten vom Supermarkt in die Südtiroler Siedlung zum Café Meran. “Dort ist er zwischen den Wohnblöcken verschwunden”, erklärt der 50-Jährige.
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“Da war kein Halsband, nichts, das hatte ich mir zuerst auch gedacht, danach Ausschau zu halten”, erklärt Jagschitz. “Er hat sich auch extrem scheu verhalten, dem war das überhaupt nicht recht, dass er hier Kontakt hatte.” Entsprechend wenig Sorgen macht er sich, dass sich das Tier an den Mensch gewöhnt haben könnte. Eher dürfte er die Nacht für eine Erkundung genutzt haben. “Ich fühle mich überhaupt nicht beunruhigt, bin vielmehr fasziniert”, betont Jagschitz. “Ein schönes Tier.”
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Er hofft daher auch, dass sich die Schwarzmalerei nach seinem Video in Grenzen hält. Natürlich bekam er auch schon Aufrufe mit, die den Abschuss fordern. Hier hält er die betonte Scheu des Tieres entgegen. Er dürfte einfach Interesse an den Abfällen der Menschen gehabt haben. “Der fürchtet sich mehr vor uns als wir vor ihm.”
Das Video habe er auch der Polizei vorgelegt. “Irgendwer muss ja informiert werden.”