Wie die kleine Rosa aus Dornbirn ohne schweren Unfall sicher aufwachsen kann

Vorarlberg / 11.01.2024 • 14:05 Uhr
Die 15 Monate alte Rose Fäßler ist neugierig und liebt es, die Welt zu erkunden. Damit sie sicher aufwachsen kann, muss sich Mama Astrid möglicher Gefahrenquellen bewusst sein. <span class="copyright">VN/Stiplovsek</span>
Die 15 Monate alte Rose Fäßler ist neugierig und liebt es, die Welt zu erkunden. Damit sie sicher aufwachsen kann, muss sich Mama Astrid möglicher Gefahrenquellen bewusst sein. VN/Stiplovsek

Um folgenschwere Unfälle von Kindern im Alltag zu vermeiden, werden Eltern durch das neue Kindersicherheitsprogramm “Obacht – damit ich sicher aufwachse” für Gefahrensituationen sensibilisiert.

Darum geht’s:

  • Das Kindersicherheitsprogramm “Obacht – damit ich sicher aufwachse” sensibilisiert Eltern für Unfälle.
  • Unfälle sind die häufigste Todesursache bei Kindern in Österreich.
  • Das Programm bietet altersgerechte Sicherheitstipps für Kinder von null bis sechs Jahren.

Dornbirn Die kleine Rosa liegt am Wickeltisch und dreht sich genau in dem Moment um, als Mama Astrid ihr klingelndes Handy abnimmt und sie abgelenkt ist. Und schon ist es passiert.

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Dies ist ein Ausschnitt eines Videos, das auf das neue Kindersicherheitsprogramm “Obacht – damit ich sicher aufwachse” aufmerksam macht. Vorgestellt wurde das Kindersicherheitsprogramm in der Küche der Dornbirner Familie Fäßler, die die Protagonisten dieses Videos sind. Es ist Teil eines Pakets, das Eltern und Aufsichtspersonen für Unfälle und Gefahrensituationen sensibilisieren soll.

Rosa Fäßler und ihre Eltern Astrid und Tobias sind die Protagonisten des Präventionsvideos. <span class="copyright">VN/Stiplovsek</span>
Rosa Fäßler und ihre Eltern Astrid und Tobias sind die Protagonisten des Präventionsvideos. VN/Stiplovsek

“Unfälle sind die Todesursache Nummer eins bei Kindern in Österreich. Alle fünf Minuten verletzt sich ein Kind so schwer, dass es im Krankenhaus behandelt werden muss. In Vorarlberg sind dies etwa 4600 Kinder pro Jahr”, unterstreicht Landesrätin Martina Rüscher die Wichtigkeit der Unfallprävention bei Kindern mit Zahlen.

Mario Amann (Sicheres Vorarlberg), Kinder- und Jugendärztin Cäcilia Karitnig-Weiß und LR Martina Rüscher stellten das neue Kindersicherheitsprogramm "Obacht – damit ich sicher aufwachse" vor. <span class="copyright">VN/Stiplovsek</span>
Mario Amann (Sicheres Vorarlberg), Kinder- und Jugendärztin Cäcilia Karitnig-Weiß und LR Martina Rüscher stellten das neue Kindersicherheitsprogramm "Obacht – damit ich sicher aufwachse" vor. VN/Stiplovsek

Hauptsächlich Stürze

Kinder- und Jugendärztin Cäcilia Karitnig-Weiß weiß aus ihrer täglichen Arbeit im Kinderärztezentrum in Dornbirn, dass es sich bei einem Großteil aller Unfälle um Stürze handelt. “Wir behandeln Stürze vom Wickeltisch, Tripp Trapp, von Hochbetten oder über Treppen, aber auch Verbrennungen durch den Schwedenofen kommen vor.” Neben der Behandlung von akuten Unfällen ist die Kinder- und Jugendärztin auch in der Präventionsberatung von Eltern tätig. Einerseits gebe es Eltern, die ihr Kind am liebsten in Watte packen wollen, andererseits gebe es welche, die die Gefahren für Kinder noch nicht im Auge hätten, erklärt Karitnig-Weiß. “Damit sich Eltern besser in ihre Kinder hineindenken können und überlegen, was ihre Neugierde weckt und eine mögliche Gefahrenquelle darstellen könnte, weisen wir auf das neue Kindersicherheitsprojekt hin.”

Altersgerechte Sicherheitstipps

“Obacht – damit ich sicher aufwachse” wurde von Sicheres Vorarlberg nach zweijähriger Entwicklungszeit vor einem Monat aus der Taufe gehoben. Mit dem Projekt erhalten Erziehungsberechtigte von Kindern von null bis sechs Jahren einfache und wertvolle Sicherheitstipps. Mehr als 60 Prozent dieser Unfälle könnten durch Sensibilisierung verhindert werden. „Eltern registrieren sich via QR-Code und erhalten dann automatisch passend zum jeweiligen Alter des Kindes die richtigen Informationen“, erklärt Mario Amann, Geschäftsführer von Sicheres Vorarlberg. Das Informationspaket kommt automatisch alle sechs Monate digital oder per Post. “So bekommen Eltern alle relevanten Informationen und werden an Unfallprävention und damit an sicheres Aufwachsen erinnert”, ergänzt Amann.

Neben einer Checkliste und altersgerechten Informationen befinden sich in dem Paket auch kleine Überraschungen, wie beispielsweise ein Mitmachbüchlein, das zum Vorlesen und Ausprobieren einlädt, oder ein Beißring, der einen Kleinteiletester integriert hat. So  kann die Gefahr des Verschluckens minimiert werden.<span class="copyright"> VN/Stiplovsek</span>
Neben einer Checkliste und altersgerechten Informationen befinden sich in dem Paket auch kleine Überraschungen, wie beispielsweise ein Mitmachbüchlein, das zum Vorlesen und Ausprobieren einlädt, oder ein Beißring, der einen Kleinteiletester integriert hat. So kann die Gefahr des Verschluckens minimiert werden. VN/Stiplovsek
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Informationen zu “Obacht – damit ich sicher aufwachse” unter: obacht-kindersicherheit.at

Wie die kleine Rosa aus Dornbirn ohne schweren Unfall sicher aufwachsen kann