Hier soll in Dornbirn ein Hort der Kreativwirtschaft entstehen

Stadt will Sägenhalle 4 am Campus V für 5,5 Millionen Euro aus- und umbauen.
Darum geht’s:
- Dornbirn plant Ausbau der Sägenhalle 4 zu einem kreativen Hub
- Der Ausbau soll umweltfreundlich und nachhaltig gestaltet werden
- Die Bauarbeiten beginnen im nächsten Frühjahr, Bezugsdatum ist 2025
Dornbirn Ein „Leuchtturmprojekt“, so nannte es in der Sitzung der Stadtvertretung Stadtrat Markus Fäßler (SPÖ), so betitelte das Rathaus seine Aussendung zum Beschluss, Neos-Stadtvertreterin Martina Hladik klang es zu schlagwortartig: Die Stadt Dornbirn wird um 5,5 Millionen Euro die Sägenhalle 4 nahe der FH ausbauen. Entstehen soll dort „ein kreativer Hub für Unternehmen, Institutionen, Gastronomie und Bildungseinrichtungen“, so Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Wobei „Hub“ nichts mit heben zu tun hat, sondern aus dem Englischen kommt. Es lässt sich am ehesten mit Zentrum, Drehscheibe oder Knotenpunkt übersetzen.

Geplant wird der Um- und Ausbau der Halle vom Architekten Johannes Kaufmann. Ein großer, zentral angeordneter und bepflanzter Innenhof versorgt die Hallen mit Tageslicht und Frischluft. Zahlreiche vermietbare Einheiten orientieren sich entlang des Innenhofes und werden mithilfe einer Zwischenebene über zwei beziehungsweise drei Geschosse organisiert, heißt es von der Stadt.

Beim Bau werde auf Nachhaltigkeit gesetzt, versicherte Kaufmann, es kommen überwiegend nachwachsende Rohstoffe wie Holz zum Einsatz. Stahlbetonträger sollen ausgebaut und in einer Brücke über die Ach ein zweites Leben finden. 2317 Quadratmeter vermietbare Fläche sollen geschaffen werden, „wir haben einen großen Interessentenkreis“, kündigte die Bürgermeisterin an. Vor einem Jahr habe man einen Aufruf an Kreativschaffende gestartet. Von 72 Angeschriebenen hätten 30 großes Interesse bekundet, „wir hätten die Halle damit gleich füllen können“, zeigt sich Kaufmann von dem Projekt überzeugt.
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Der Baubeginn ist für kommendes Frühjahr geplant, Ab 2025 sollen dann die Kreativschaffenden dort einziehen und für Mieteinnahmen sorgen. Die Investition soll sich so refinanzieren, rechtfertigte die Bürgermeisterin die Millionenausgaben angesichts klammer Kassen.
Zweifel gab es vor allem von den Grünen. Stadträtin Elisabeth Edler bezweifelte, dass das Projekt sich tragen werde. „Wir haben in alle Richtungen diskutiert, denn wir sehen das Potenzial dieser Hallen“, erklärte sie. Angesichts der angespannten budgetären Lage sei dies aber der falsche Zeitpunkt für die teure Investition. Zudem habe man die Planung nicht öffentlich ausgeschrieben, „es gibt kein politisches Konzept“, beklagte sie.
Beschlossen wurde die Hallensanierung gegen sechs Stimmen aus der Grünen-Fraktion.