Was die Kinder unterm Christbaum finden werden

Spiele, Puppen, Autorennbahn, Rodel: Eltern sind in den Spielwarengeschäften in vorweihnachtlicher Kauflaune.
Wolfurt, Bregenz Sie ist längst mehr als nur ein Geheimtipp: Sabine Schwärzler in ihrem Wolfurter „Bienenhaus“. Ein kleiner Mikrokosmos für verspielte Kinder mit Anspruch auf Tiefgang und Fantasie, aber vor allem für deren Eltern. Denn die finden sich bei der Expertin ein, um gehaltvolle Weihnachtsgeschenke für ihre Sprösslinge zu finden. Schwärzlers allgemein anerkannter Bonus: Sie ist eine Kennerin von Gesellschaftsspielen für Jung und Alt, stets auf dem neuesten Stand.

Die Expertin
Zu den neugierigen Stammkunden Schwärzlers zählt Kerstin Schmälzle. Auch heuer kehrt sie im Bienenhaus zu. Einerseits sucht sie „etwas zum Basteln für den Schwiegerpapa“, doch sie lässt sich auch treiben von einer anregenden Orientierungslosigkeit, offen für etwas Spannendes, das Sabine Schwärzler vielleicht empfehlen kann. „Ich komme seit 15 Jahren hierher, Sabine berät mich immer bestens“, streut die gebürtige Baderin der Geschäftsinhaberin Rosen. Schmälzle und ihre Familie überkommt pünktlich zu den Weihnachtsfeiertagen die Spielsucht. „Wir sind verrückt nach Gesellschaftsspielen. Die haben wir alle vom Bienenhaus.“ Besonders „Die Siedler von Catan“ haben es den Schmälzles angetan.

Für alle etwas
Die Trends heuer? „Monopoly und alles, was mit Harry Potter zu tun hat“, berichtet Schwärzler. Sie sei mit dem Geschäft bisher zufrieden. „Obwohl ich schon merke, dass die Leute sparen. Statt für alle Kinder ein Spiel, kauft man halt nur noch ein Spiel für alle Kinder„, erzählt die „Bienenhaus“-Chefin.
Viel los ist am Donnerstag gegen zehn in „Lumpis Spieleparadies“ im Bregenzer GWL. Dort wird auf großer Verkaufsfläche alles angeboten, was kleinen und großen Kindern gefallen könnte. In den Regalen für Kleinkinder stöbert Sandra Goller, neben sich im Kinderwagen den zehn Monate alten Alexander. „Ich suche etwas, was in optisch und akustisch fesseln könnte“, erzählt die junge Mutter und begutachtet einige der Babyspielzeuge.

Inspirierender Schnee
Ein Ehepaar schlendert durch die Regale. „Wir spazieren einfach mal durch und schauen. Wir haben kein klares Kaufziel, aber wir lassen uns inspirieren“, sagt die Frau.

Wolfgang Stromberger, einer der zwei Geschäftsführer von „Lumpis Spieleparadies“ ist zufrieden mit dem Geschäftsverlauf. „Lange war es ein bisschen zäh, doch als der Schnee dann kam, kamen auch die Kundschaften. Ich glaube, das hat die Lust auf Weihnachtseinkäufe gehoben“, schmunzelt der Geschäftsmann, der „Lumpis Spieleparadies“ bereits seit 17 Jahren führt. Stolz führt er uns zu den echten Johler-Rodel, die er aus Alberschwende bezogen hat. „Als der Schnee da war, habe ich einige verkauft. Ich hoffe, es schneit wieder.“

Verlass ist im Bregenzer Spielwarenparadies auf die Klassiker: Lego, Autorennbahnen, Puppen, Plüschtiere. Dazu gehört mittlerweile in „Lumpis Spieleparadies“ auch Harry Potter. „Meine Kinder wollen Harry-Potter-Sachen. Und auch etwas im Zusammenhang mit der Eisprinzessin muss ich finden“, verrät Sabrina Violand-Metzler, Mutter von zwei Kindern im Alter von fünf und acht.
