Conrad Sohm: „Ein Security rief mir zu ‚Mädchen, renn!'”

Nach dem Erdrutsch vor dem Conrad Sohm in Dornbirn erzählen Besucherinnen und Besucher, wie sie die Nacht erlebten.
von Jan Natter
DORNBIRN In der Nacht von Freitag auf Samstag ereignete sich vor dem Conrad Sohm in Dornbirn während des „Backwood-Festivals” ein unerwarteter Erdrutsch. Aus Sicherheitsgründen mussten die anwesenden Besucherinnen und Besucher bis in die frühen Morgenstunden im Conrad Sohm ausharren. Zwei der betroffenen Besucher berichten über ihre Erlebnisse in jener Nacht und geben Einblick in das Geschehen und was vor Ort genau passiert ist. Emilia war gerade auf dem Parkplatz, als eine Sicherheitskraft auf die nahenden Erdmassen aufmerksam wurde.

„Für mich war es eine ziemlich krasse Nacht. Gegen 4:00 Uhr morgens wollte ich mich auf den Heimweg machen, verließ das Conrad Sohm, bis ein Security mir zurief ‚Mädchen, renn!‘ Ich schaute mich um und sah, wie sich der Schlamm von oben mit rasantem Tempo auf uns zubewegte. Der Security und ich rannten in das Gebäude zurück, ohne zu realisieren, was gerade abging. Die Gäste mussten im Gebäude bleiben, während sich das Personal draußen aufhielt. Trotzdem brach keine Panik aus, alle blieben ruhig und entspannt im Raum. Die Stimmung war gelassen. Der DJ spielte Musik bis in den Morgen, was die Zeit schneller vergehen ließ, und das Personal kümmerte sich fürsorglich um uns. Am Morgen wurden wir dann in Gruppen von zehn Personen aus dem Sohm gelassen und mit organisierten Bussen in die Stadt Dornbirn gebracht,” erklärte Emilia aus Götzis.

„Nachdem wir gerade dabei waren nach Hause zu gehen, wurden wir von den Sicherheitskräften darüber informiert, dass wir zurück ins Gebäude müssen. Der Chef des Sohms informierte uns darüber, dass wir warten müssen, bis alles gesichert und entfernt wurde. Uns wurden Pommes, Limonaden, Tee, Handtücher und andere Dinge angeboten. Die Stimmung war entspannt, aber im Laufe der Zeit wurden alle Beteiligten ziemlich müde. Es gab jedoch nie wirklich Panik. Gegen etwa 7:15 Uhr morgens kam die Feuerwehr zum ersten Mal zu uns. Sie erklärten uns, dass sie nun die gesamte Situation um das Sohm sicherstellen würden. Gegen etwa 8 Uhr morgens kam die Feuerwehr dann erneut zu uns und teilte uns mit, dass wir das Gebäude bald verlassen können. Für uns wurden Busse organisiert, die uns in die Dornbirner Stadt brachten. Ich war dann gegen 9:30 Uhr zu Hause,” erzählte Luis über den Abend.
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