Hilfe aus Lustenau und Höchst für Schulkinder in Uganda

Gerhard Salzinger und seine Frau Margarethe unterstützen eine Schule im armutsgeplagten Uganda.
Darum geht’s:
- Die Paradise Junior School in Uganda wird von einem Ehepaar aus Lustenau unterstützt.
- Die Schule erhält finanzielle Unterstützung, etwa für Schulmöbel, einen Wassertank und einen Schulbus.
- Das Ehepaar hat einen Verein gegründet, um die Schule langfristig zu unterstützen.
Lustenau, Höchst Im Süden des ostafrikanischen Landes Uganda liegt der Ort Nsaggu. Nur wenige Kilometer sind es von hier bis in die Hauptstadt Kampala, ebenso bis zum Ufer des Viktoriasees, in den der Bodensee über 100 Mal hineinpassen würde, und bis zum Äquator. Saftiges Grün säumt hier die rote Erde der Straßen. Gebäude aus bloßen Ziegeln und Mörtel mit Wellblechdächern wechseln sich mit einfachen Holzhütten ab. Hinter einem hohen Metalltor in Nsaggu liegt ein Ort, den es ohne Vorarlberger Hilfe so vielleicht nicht gäbe: die Paradise Junior School.

Für die christliche Schule, in die 500 Kinder bis 14 Jahre gehen, setzen sich der gebürtige Lustenauer Gerhard Salzinger und seine Frau Margarethe ein. „Die liegt mitten in den Slums“, erzählt Gerhard Salzinger, „Frauen haben hier oft sechs, sieben Kinder. Das ugandische Schulsystem ist damit überfordert.“ Deswegen unterstützen er und seine Frau die Bildungseinrichtung finanziell, denn auch Privatschulen wie die Paradise Junior School bekommen vom Staat nur wenig Geld.

„Da geht es um Schulmöbel, einen Wassertank; auch einen Schulbus haben wir mitfinanziert“, erzählt er. Es wurde auch ein Internatsbereich mit Schlafsaal geschaffen für Kinder, die von weiter her kommen oder kein familiäres Umfeld haben. Ein Tiroler, den Salzinger kennt, hat für die Schulküche einen Ofen gebaut, im Büro der Schule laufen ausgediente Computer aus Vorarlberg.

Begonnen hat das Unternehmen mit einer Zufallsbegegnung in Lustenau. 2009 besuchten Gerhard und Margarethe Salzinger ein Konzert im Reichshofsaal und setzten sich zu einer Gruppe ugandischer Besucher. So lernten sie Pastor Martin Ssebaggala kennen. Der war zu der Zeit in der Schweiz tätig und in Lustenau zu Besuch. „Da sind wir ins Reden gekommen“, weiß Salzinger noch. Und Pastor Martin erzählte von seiner Schule in Nsaggu.


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30 Jahre war Gerhard Salzinger als Kriminalbeamter beim Verfassungsschutz tätig. Nun ist er in Pension und konnte endlich die Einladung von Pastor Martin annehmen, einmal selbst nach Nsaggu zu reisen und sich die Paradise Junior School anzusehen. Diesen September war es so weit: Mit seinem Schwiegersohn, der als Sozialarbeiter in einem Schweizer Jugendgefängnis arbeitet, und zwei weiteren Unterstützern des Projekts aus Lustenau flog er nach Uganda.

In der Schule wurden sie von Lehrern und Schülern feierlich mit Tanz und Gesang begrüßt und kamen im Unterricht auch mit den Schülern ins Gespräch. „Die Menschen dort sind sehr arm, aber voller Lebensfreude und sehr naturverbunden“, weiß er zu berichten. Ihm wurde aber auch klar: „Ohne Bildung bleibst du dort, wo du bist.“
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Die Zahl seiner Helfer ist seit der ersten Begegnung gewachsen, nun haben die Salzingers aber einen Verein gegründet mit dem Zweck, die Paradise Junior School besser zu unterstützen. Weitere Projekte stehen dort an. Ein Kindergarten soll gegenüber gebaut werden, Jugendliche sollen schneidern und schreinern lernen können.

Gerhard Salzinger ist es gewohnt, zu helfen. 16 Jahre lang war er Landesleiter der Opferschutzorganisation Weißer Ring in Vorarlberg. Er ist überzeugt, dass Hilfe auch im Kleinen lohnt, „man muss halt irgendwo anfangen“, sagt er.
Spendenkonto:
IBAN: AT65 5800 0153 4440 2024
BIC: HYPVAT2B



