Vorarlberger Familiennamen und ihre Geschichte: Der Ortsvorsteher

Das ist die Geschichte hinter den häufigsten Nachnamen Vorarlbergs – Teil 3.
Amann bzw. Ammann sind Amts- bzw. Berufsnamen zu mhd. amman – verkürzt aus ambetman (Diener, Beamter, Verwalter, Vorsteher einer Gemeinde oder Verwalter eines Landgutes). Das mhd. ambet bedeutet so viel wie: Amt, Dienst, Beruf; daher auch die Schreibweise Amtmann, älter Ambtmann („Pfleger“). In den ersten beiden Belegbeispielen ist Ammann noch eine nachgestellte Berufsbezeichnung.
Die Häufigkeit dieses Namens ist damit zu erklären, dass „Ammann“ (Stadtammann) früher auch die Bezeichnung für den Bürgermeister war. Der Name Amann ist heute in 45 Vorarlberger Gemeinden belegt, mit Abstand am häufigsten in Hohenems und Dornbirn. Der Name Amann ist in Hohenems (hinter Mathis) der zweithäufigste Name. Ammann ist in 33 Gemeinden ausgewiesen, am häufigsten in Göfis. Mit etwas mehr als 1720 Namensvertretern sind Ammann und Amann zusammen die dritthäufigsten Namen in Vorarlberg.

Frühe belegte Vertreter
1347 Henni genant der Amman zu Veltkirch
1348 Heinz der Amman von Hofen (Göfis)
1363 Hansen Aman ab Übersachsen
1390 Hanns Ammann, Rankwil
1393 Willy Amman, Schlins
1399 Peter Amman von Tuns (Düns)
1409 Wilhelm Amman, Burger zu Veltkilch
1412 Hansli Aman von Wylar
1426 Jos Amman. landrichter zu Rankwil
1428 Claus Amman zu Bregentz
Aus “Etymologisches Lexikon der Vorarlberger Familiennamen” von Hubert Allgäuer.