Hinter den Kulissen: ÖVP-interner Kampf um Abtreibung

Vorarlberg / 21.10.2023 • 08:30 Uhr
Landesrätin Martina Rüscher wird von ihrer Partei im Regen stehen gelassen. <span class="copyright">VN/Steurer</span>
Landesrätin Martina Rüscher wird von ihrer Partei im Regen stehen gelassen. VN/Steurer

Die konservativen Einflüsterer von Markus Wallner haben sich vorerst durchgesetzt.

Bregenz In der Landesregierung existieren über Landesrätin Martina Rüscher (ÖVP, 51) zwei Erzählungen. Erstens: arme Landesrätin.

Sie möchte es ermöglichen, Schwangerschaftsabbrüche in den Spitälern durchführen zu lassen, doch ihre Partei mit Landeshauptmann Markus Wallner (56) lässt sie im Stich.

Die andere: schwache Landesrätin. Sie will das ermöglichen, kann sich aber nicht durchsetzen. Klar ist jedenfalls: Lange Zeit ist nichts vorwärtsgegangen, bis sich schließlich die konservativen Kräfte in der Landespartei durchgesetzt haben. Als Lobbygruppe in dieser Frage gilt vor allem eine Gruppe um den Nationalratsabgeordneten Norbert Sieber (54), der sich auch öffentlich deklariert. Klubobmann Roland Frühstück (65) zählt nicht zu dieser Gruppe. Er wird in dieser Frage den progressiveren Kräften zugerechnet.