Erziehungsberater Jan-Uwe Rogge in Lustenau: “Erziehung hat viel zu tun mit Lachen, Humor und Leichtigkeit“

Der allseits bekannte deutsche Erziehungsberater Jan-Uwe Rogge war in Lustenau zu Gast und gab Tipps im Umgang mit Kindern vom Trotzalter bis in die Pubertät.
Lustenau „Du bekommst das Kind, das du brauchst“, erklärte der bekannte Erziehungsberater Jan-Uwe Rogge den gut 150 Müttern und Vätern, die zu seinem Vortrag am Dienstagabend in die Aula des Gymnasiums Lustenau gekommen sind. „Wenn die Eltern zum Beispiel pädagogisch hyperaktiv unterwegs sind, erhalten sie eine Schnecke als Kind“, so Rogge.

Die beiden Obfrauen des Elternvereins Stefanie Grabher, von der Volksschule Rheindorf und Rosie Blaser, vom Bundesgymnasium Lustenau haben den renommierten Erziehungsberater Jan-Uwe Rogge nach Lustenau eingeladen. Dieser hat bei vielen für Lachmomente gesorgt, denn er schaffte es mit vielen Beispielen, den Alltag mit einem pubertären oder trotzigen Kind zu beschreiben.
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Jan-Uwe Rogge gab gekonnt Einblicke in das Leben und die Gefühlslage der Kinder, Jugendlichen und deren Eltern während dieser zwei wichtigen Phasen im Leben eines Kindes: Dem Trotzalter zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr sowie der Pubertät. „Trotz ist eine Unabhängigkeitserklärung des Kindes. Und das ist gut so“, sagte Rogge.

Klare und deutliche Sprache
„Redet klar und deutlich mit den Kindern. Hört auf Fragen zu stellen oder im Konjunktiv mit ihnen zu reden. Das verwirrt die Kinder“, so Rogge. Viele im Publikum erkannten sich und ihr Kind in der einen oder anderen beschriebenen Situation wieder. Das sorgte für viele Lachmomente unter den Gästen.

Für den Berater Jan-Uwe Rogge trifft das Kinderlied „Hänschen klein, ging allein“ voll und ganz auf die Pubertät zu. Das Kind entwickelt sich, wird erwachsenen und beschließt schlussendlich eigene Wege zu gehen. „Hans geht alleine. Er wird nicht gefahren.“ Die Eltern sollten lernen, ein Stück weit loszulassen, aufhören zu vergleichen, ihnen alles abnehmen und den eigenen gelebten Perfektionismus abzulegen. Jedes Kind ist anders. Sie wollen so angenommen werden, wie sie sind. Wichtig sei, dem Kind zu zeigen: „Ich nehme dich so an wie du bist. Und ich akzeptiere mich so wie ich bin. Das ist gut so.“ Die Kinder kommen ans Ziel, auch über Umwege, weiß er. „Es gibt nicht einen richtigen Weg. Nehmt diese Zeit mit einer Portion Gelassenheit, denn Erziehung hat viel zu tun mit Lachen, Humor und Leichtigkeit“, so Rogge. BVS
