Marienberger AHS-Oberstufenform steht in den Startlöchern

Vorarlberg / 05.10.2023 • 11:30 Uhr
Freuen sich auf das Projekt AHS-Oberstufe im Marienberg: Stefanie Rinnhofer-Hopfner und Direktor Erwin Simma.<span class="copyright"> VN/Hämmerle</span>
Freuen sich auf das Projekt AHS-Oberstufe im Marienberg: Stefanie Rinnhofer-Hopfner und Direktor Erwin Simma. VN/Hämmerle

Nicht alle umliegenden Gymnasien haben damit ihre Freude. Marienberg betont seine Alleinstellungsmerkmale.

Darum geht’s:

  • Marienberg wird bald einen eigenen AHS-Oberstufenzweig bieten.
  • Der neue Schultyp „L.E.B.E.N“ wird mit einer Klasse von maximal 24 Schülerinnen und Schülern eröffnet.
  • Die AHS-Oberstufe Marienberg wird offenes Lernen mit fächerübergreifenden Themenkomplexen anbieten.

Bregenz Die Nachricht wurde bei der Konkurrenz naserümpfend zur Kenntnis genommen: Dass die Schule Marienberg neben ihren anderen Schultypen bald auch einen eigenen AHS-Oberstufenzweig anbieten wird. „Das wird die angespannte Situation im AHS-Oberstufenbereich weiter verschärfen“, meinten Direktorenkollegen aus anderen Gymnasien, die um jeden Schüler/jede Schülerin im Sekundarstufe-2-Bereich kämpfen.

Große Vorfreude

Am Marienberg ist indes die Vorfreude auf den Start in die neue Schulepoche groß. „Wir wollen unseren neuen Schultyp L.E.B.E.N nennen. Wir sehen das als treffende Bezeichnung für eine Art Schule mit vielen praktischen und reformpädagogischen Elementen. Wir glauben, dass wir eine Bereicherung für die AHS-Landschaft in der Region sind“, beschreibt Direktor Erwin Simma (47) die Erwartungen an das Projekt. „Wir werden die neue Schulform mit einer Klasse mit maximal 24 Schülerinnen und Schülern eröffnen“, verkündet Stefanie Rinnhofer-Hopfner (32). Sie ist die Qualitätsschulkoordinatorin des neuen Typs und war als solche federführend in die Konzeptionierung der neuen Schulform eingebunden.

MaturantInnen soll es am Marienberg in knapp fünf Jahren nicht nur aus der höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe und aus dem Aufbaulehrgang geben. <span class="copyright">VN/Steurer</span>
MaturantInnen soll es am Marienberg in knapp fünf Jahren nicht nur aus der höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe und aus dem Aufbaulehrgang geben. VN/Steurer

Offenes Lernen

Offenes Lernen mit fächerübergreifenden Themenkomplexen sollen zu einem Wesensmerkmal der Schule werden. Die AHS-Oberstufe Marienberg versteht sich darüber hinaus als logische Weiterentwicklung der bereits existierenden Volksschule sowie der nach dem Montessori-Prinzip geführten Sekundarschule in Ludesch. „Eine Montessori-Schule wird das Gymnasium jedoch nicht“, betont Simma.

Das Gymnasium werde pro Jahrgang auch nie mehr als eine Klasse haben, will Simma jene beruhigen, die ein Wachstum der AHS-Marienberg befürchten könnten.

<p class="caption">Die Villa Raczinsky gehört zu den Schmuckstücken des Marienberg-Komplexes.                                                                            HLW Marienberg<span class="media-container dcx_media_rtab" data-dcx_media_config="{}" data-dcx_media_type="rtab"> </span><span class="marker">              </span></p>

Die Villa Raczinsky gehört zu den Schmuckstücken des Marienberg-Komplexes. HLW Marienberg 

Tag der offenen Tür

Zugänglich ist die neue AHS-Oberstufenform, die ihre Autonomie-Möglichkeiten voll nützen möchte, auch für Buben. Aufgenommene müssen selbstverständlich die üblichen AHS-Kriterien erfüllen. Wie alle anderen Privatschulen im Land wird auch die AHS Marienberg eine Bildungsanstalt nach öffentlichem Recht. Entsprechende Räumlichkeiten im alten Gebäude der Marienberger Schule stehen vor der Adaptierung an die pädagogischen Ansprüche der neuen Schulform. Das Schulgeld beträgt 289 Euro pro Monat und Schüler. Am 20. Oktober gibt es am Marienberg einen Tag der offenen Tür mit detaillierten Informationen für alle Interessenten.