Was Ministerin Gewessler über die aktuelle S 18-Entwicklung zu sagen hat

Südumfahrung Lustenau wird weiter von der Asfinag parallel zur CP-Variante untersucht. Warten auf Ergebnis.
Darum geht’s:
- Südumfahrung Lustenau wird weiter von der Asfinag parallel zur CP-Variante evaluiert.
- Eine Entscheidung über die Variantenprüfungen steht noch aus.
- Gewessler hält trotz Widerständen an der Idee einer Autobahnverbindung fest.
Hohenems Am Rande des Radgipfels in Hohenems wurde Umwelt- und Mobilitätsministerin Leonore Gewessler (45, Grüne) von den VN auch zur aktuellen Entwicklung in Sachen Bodensee-Schnellstraße befragt. Fazit: Viel Neues wusste sie im Vergleich zum VN-Interview Ende Juni nicht zu berichten. Ein Durchbruch in Sachen Variantenentscheidung scheint weit entfernt.
Amtskollege informiert
Trotz massiver Widerstände und unüberbrückbar scheinenden Hindernissen hält Gewessler an der Idee einer Autobahnverbindung von Autobahnknoten Dornbirn Süd (3.1-Variante) nach Lustenau Richtung Schweizer Naturschutzgebiet zur A 13 fest. “Die Erarbeitung der technischen Grundlagen mit der Ausarbeitung von Sofortmaßnahmen zur Verkehrsentlastung durch die Asfinag geht weiter”, erklärte Gewessler. Es sei derzeit jedoch nur die Asfinag mit dieser Aufgabe beschäftigt und keine Schweizer Verkehrsplaner. Über eine Kooperation mit Schweizer Verantwortlichen konnte die österreichische Mobilitätsministerin bezüglich Untersuchung der 3.1-Variante nichts berichten. “Ich habe jedoch meinen Schweizer Amtskollegen Albert Rösti über unsere Aktivitäten informiert”, berichtete Gewessler.

Unterstützer und Gegner
Parallel dazu gehen laut Gewessler die Planungen der CP-Variante, über die seit kurzem ja eine abgespeckte Version vorliegt, weiter.
Bezüglich eines Zeitpunktes einer Entscheidung bei den Variantenprüfungen wollte sich die Grünen-Politikerin nicht äußern. “Es wird gearbeitet. Wie lange, das kann ich wirklich nicht sagen”, auf eine entsprechende Frage.

Leonore Gewessler hatte eine Autobahnverbindung von Vorarlberg in die Schweiz Anfang dieses Jahres als neue Überlegung eingebracht. Während ihr Vorschlag von Umweltgruppen und der Initiative Lebensraum Zukunft Lustenau – Unteres Rheintal, anderen Naturschützern und auch den Grünen im Land unterstützt wird, stößt dieser Vorschlag bei der Landes-ÖVP, der Wirtschaft und Teilen der Lustenauer Bevölkerung auf massiven Widerstand.
