Vorarlberg bekommt die meiste Fahrradförderung vom Bund

Geförderte E-Bikes boomen im Ländle, außerdem wird viel Förderung für Radverkehrsprojekte beantragt.
Darum geht’s:
- Bei der Fahrradförderung führt Vorarlberg den Ländervergleich an.
- Geförderte E-Bikes sind im Ländle sehr beliebt.
- Vorarlberg investiert viel in Radverkehrsprojekte.
Hohenems „Vorarlberg trägt bei der Fahrradförderung das Gelbe Trikot“, frohlockte Mobilitätslandesrat Daniel Zadra (Grüne) inmitten der Fahrräder im Hohenemser Fahrradgeschäft „Mario‘s Bike“. Dorthin hatte er zusammen mit Bürgermeister Dieter Egger (FPÖ) geladen, um zu vermelden, wie vorbildich Vorarlberg Bundesförderung für Fahrrad-Anschaffungen und -Infrastruktur einheimst. Das hat vor allem zwei Gründe: Vorarlberg investiert in viele Radverkehrsprojekte, für die es Geld aus Wien gibt. Zweites sind geförderte E-Bikes im Ländle beliebt.

Zadra hob Vorarlbergs Investition in die Radinfrastruktur hervor, „jüngstes Beispiel ist die fertiggestellte Pipeline“, erklärte der Landesrat. Von 2020 bis 2022 flossen 28 Millionen Euro Fördergelder für derlei Projekte nach Vorarlberg, das seien 23,60 Euro pro Einwohner. Im Ländervergleich liegt hier das Burgenland auf Rang zwei mit nur 3,60 Euro pro Einwohner.

Zudem können Betriebe, Gemeinden oder Vereine ihre Mitarbeiter mit so genannten Job-Rädern unterstützen, das sind E-Bikes, deren Kaufpreis Bund und Fahrradhandel fördern. Und das werde in keinem Bundesland so sehr in Anspruch genommen wie im Ländle, rechnete Zadra vor. „4336 E-Bikes wurden gefördert“, erklärte der Landesrat, „2022 flossen so über eine Million Euro an Bundesförderung nach Vorarlberg.” Hier liegt Oberösterreich auf Platz zwei mit nur 714 Rädern. Auf über 500 kommt kein weiteres Bundesland.

Rathaus und Firmen fördern
Dass die Jobradförderung bestens ankommt, bestätigte Bürgermeister Dieter Egger, der sich auf den österreichischen Radgipfel freut, der ab Sonntag in Hohenems stattfindet. „Seit 2017 budgetieren wir jährlich 20 Fahrräder, das Budget wird immer überschritten“, erklärte er. „Mittlerweile hat die Hälfte der Mitarbeiter im Rathaus ein Stadt-Rad.” Bei der Hohenemser Firma Collini seien es bereits über 100 geförderte Räder, sagte Personalentwicklerin Alexandra Hefel.