Echt SEENswert diese Radtour

Einfach schön: von Lech an den Formarinsee und den Spullersee.
Lech, Dalaas Mit dem Auto fährt man knapp 25 Kilometer, bis man von Dalaas in Lech ist. Mit dem Fahrrad ist die Strecke deutlich kürzer. Buchstäblich erfahren kann man das bei der heutigen Radtour zum Formarinsee und den Spullersee. Beide Seen liegen auf Dalaaser Gemeindegebiet.

Startpunkt der Tour ist im Ortszentrum von Lech (1444 Meter). Wir nehmen zunächst die Straße nach Zug. Der Lecher Ortsteil liegt auf 1510 Meter Meereshöhe. Neben dem Fischteich, dem Golfplatz und der während der Pestzeit um 1635 erbauten Kirche St. Sebastian findet man hier auch zwei der besten Restaurants Vorarlbergs, der Chef’s Table im Hotel Rote Wand und das Restaurant Jakob & Ethel im Klösterle.

Ab Zug wird die Straße zur Mautstraße, die mit dem privaten Auto aber nur zu gewissen Zeiten befahren werden darf. Untertags sind daher hauptsächlich die Ortsbusse und Fahrzeuge mit spezieller Genehmigung unterwegs. Wir haben das E-Bike dabei, die Strecke zum Formarinsee bzw. Spullersee ist aber auch mit dem normalen Mountainbike oder dem Rennrad gut zu bewältigen. Vorbei an Almwiesen, Kalksteinfindlingen, Almen, Murmeltieren, Kühen, Pferden und Bächlein fahren wir unserem ersten Zwischenziel, dem Formarinsee, entgegen.

Schönster Platz
Der Formarinsee (1793 Meter) wurde 2015 mit der Roten Wand (2704 Meter) zum schönsten Platz Österreichs gewählt. Zurecht. Das Panorama ist atemberaubend. Der fast kreisrunde See ist außerdem nicht nur schön, er ist auch aus zwei Gründen besonders. Zum einen bildet er sich jedes Jahr von Neuem aus Schmelzwasser. Zum anderen hat er keinen sichtbaren Abfluss, sondern entwässert unterirdisch über ein Höhlensystem.

In der Nähe entspringt der Formarinbach, der sich wenige Kilometer später mit dem Spullerbach zum Fluss Lech vereint. Der Weitwanderweg Lechweg, der bis nach Füssen im Allgäu führt, startet ebenfalls hier. Wir fahren vom Formarinsee noch bis zur Freiburgerhütte (1918 Meter), was nur mit kiestauglichem Fahrrad möglich ist, und anschließend auf demselben Weg rund sieben Kilometer zurück bis zur Wegkreuzung, wo man in Richtung Spullersee abbiegt.

Elektrifizierend
Der Spullersee (1828 Meter) war ursprünglich ein kleiner Natursee. Im Zuge der Elektrifizierung der Arlbergbahn wurde er durch eine Nord- und Südstaumauer zu einem Speichersee erweitert. Auch der Weg dorthin ist im besten Sinne elektrisierend. Eine der schönsten Aussichten auf den See soll man von der Ravensburger Hütte (1948 Meter) genießen. Die Hütte ist über den Schotterweg problemlos zu erreichen, anschließend wird die Strecke anspruchsvoller. Die Abfahrt über das Stierlochjoch ist sehr schön, aber auch sehr steil und nur geübten Mountainbikern zu empfehlen. Doch das ist kein Problem. Wer es gemütlicher mag, fährt einfach wieder die geteerte Straße zurück nach Zug oder Lech.





































